Kein Mitleid.

Ich bin gerade erkältet, und hüte zu Hause wahlweise die Couch, oder wenn diese mir zu kalt wird, das kuschelige Bett. Nicht so prickelnd, wobei, eigentlich prickelt es ja überall, gerade weil mir kalt ist.

Was macht man also an so einem Tag, den man erzwungenermaßen in heimischen Gefilden verbringt? Richtig, man liest Nachrichten….

Sehen wir mal davon ab, dass Nahles der Regierung „auf die Fresse geben“ will und sich niemand daran zu stören scheint, und auch davon, dass die Bayern desolat gespielt haben, was ich nicht ausschließlich dem Trainer anlasten mag. Es bleibt ein Artikel, der mich wütend macht.

Eine 31-jährige Frau, die sich dem IS angeschlossen, einen Islamisten geheiratet und drei Kinder auf die Welt gesetzt hat, wurde gestellt und bettelt nun darum, zurück nach Deutschland kommen zu dürfen. Und alles in mir ruft: Bleib gefälligst, wo du bist!

Wer sich mit 28 dem IS anschließt, ist weder hilflos noch unzurechnungsfähig. Wer einen Islamisten heiratet und drei Jahre lang dem IS angehört und diese Mörderbande unterstützt – wovon auszugehen ist – der hat in meinen Augen weder Mitleid noch eine zweite Chance verdient. Jetzt, wo der Arsch auf Grundeis geht, zurück ins achso schöne Deutschland wollen, wo all die Ungläubigen leben, die man noch vor einigen Wochen oder Monaten mit größter Freude abgeschlachtet hätte? Klar, natürlich. Am besten gleich noch mit Bundesverdienstkreuz.

Bei solchen Menschen – um nicht andere Begriffe zu benutzen – platzt mir die Hutschnur. Wo war das Mitleid dieser Frau, als die Jesiden massakriert, vergewaltigt und versklavt wurden? Wo blieb ihr Mitleid da, wo ihre Menschlichkeit?

Richtig, sie hatte keine.

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Wahl der Qual

So, geschafft. Stimme ist abgegeben. Bei euch hoffentlich auch?

Dann warten wir mal ab, wie die Zahlen heute Abend lauten werden, und wie lange es dauert, bis sich die Parteien darüber einig sind, dass es weitere vier Jahre Große Kotze geben wird.

 

Ich mach mir jetzt einen schönen Sonntag und versuche, vorerst nicht mehr dran zu denken. Man liest sich!

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Viel zu tun

Naja, mal wieder ein Beitrag, in dem ich mich darüber auslasse, wie wenig Zeit ich doch habe. Irgendwie klingt das immer so vorgetäuscht, schließlich sind unter den Bloggerkollegen mehr als genug Leute, die anstrengende Berufe haben und sich auch noch um ihre Familie kümmern, und dabei trotzdem die Zeit finden, zu schreiben.

Mir gelingt es in letzter Zeit wieder deutlich schlechter, diesen Spagat zu schaffen. Einerseits liegt es daran, dass sich die Themen gerade nicht ergeben, oder nicht so unterhaltsam sind, dass ich darüber schreiben möchte.

Die meisten von euch nutzen Netflix und Prime bereits, sodass ich hier eher weniger über das in meinen Augen durchwachsene Angebot schreiben kann. Zum eigentlichen Schauen der Serien komme ich nicht so recht, weil abends dann doch meist der Schweinehund siegt, der mich dazu antreibt, einfach ein wenig online zu gammeln, Musik zu hören und hier und da zu stöbern. Zudem veröffentlicht der gute Brandon Sanderson zusammen mit seinem Verlag (TOR, für die singende Lehrerin 😉 ) gerade jede Woche drei Kapitel aus seinem im November erscheinenden Roman Oathbringer, sodass ich jeweils einen Tag damit verbringe, zu lesen und mir Gedanken und Theorien zu überlegen, wer was wie wo hinter was stecken könnte.

Andererseits sind die Vorlesungen gerade auch sehr zeitraubend – glücklicherweise bisher noch nicht wirklich arbeitsintensiv. Vielleicht liegt es nur an mir, aber ich habe eher weniger Probleme mit dem Stoff, aber das zieht sich nahezu durchgängig durch meinen Bildungsweg, und auch wenn es arrogant klingen mag, aber ich habe eine rasche Auffassungsgabe und bin durch mein wirkliches Studium geschult, Wissen aufzunehmen und zu verarbeiten. Was nicht heißt, dass ich nicht doch manche Dinge rasch wieder vergesse, aber das liegt dann am Fach…Trotzdem will die tägliche Zeit abgesessen werden.

Zusätzlich kommt noch ein wenig Extraarbeit auf mich zu, da ich mich für eine Fortbildung bzw. Zertifizierung vorbereiten muss. Diese wird vom Unternehmen bezahlt, bedeutet aber einiges an Mehrarbeit zusätzlich zum „normalen“ Stoff und den regulären Prüfungen. Dem steht ein nicht zu vernachlässigender Gewinn entgegen, da es sich mit solch einer Zertifizierung deutlich leichter Bewerbungen schreiben oder Gehalt verhandeln lässt, sofern ich sie schaffe. Um das zu erreichen, werde ich gegen Ende des Jahres vermutlich eine Zeit lang ganz von der Bildfläche verschwinden, um mich darauf zu konzentrieren.

Und bis dahin bleibt es wohl bei sehr unregelmäßigen Beiträgen. Das gefällt mir zwar nicht so, hier alles brach liegen zu lassen, aber eine richtige Wahl habe ich nicht. Womit ich wieder an den 24. September denke, aber das führt zu weit. *seufz*

Wie dem auch sei, ich mach jetzt Feierabend. 🙂

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Von Interessen

Während sich Martin Schulz dafür ausspricht, Ungarn und co. notfalls mit Sanktionen zu begegnen, sofern sie nicht aufhören, sich gegen geltendes Recht zu widersetzen *hustdublin3hustmerkelhust*, und Manuela Schwesig derart viel Vertrauen in das – maßgeblich von der SPD mitgestaltete – öffentliche Bildungssystem besitzt, dass sie ihr Kind lieber auf eine Privatschule schickt, anstatt ihm die Freuden der gelebten Inklusion und Integration zu gönnen, denke ich mir, dass mich der Kram am Allerwertesten kann.

Wahlen ändern auf absehbare Zeit in Deutschland gar nichts mehr.

 

Stattdessen widme ich mich heute dem Thema der Interessen. Also, meiner Interessen. Selbstverständlich bin damit nicht ich selbst gemeint, denn so interessant bin ich gar nicht, ganz im Gegenteil.

Aber in letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie schwierig es doch ist, Menschen zu finden, mit denen man seine Interessen teilen kann. Ok, sähe ich mir Game of Thrones an, fiele es mir sicherlich leicht(er), gleichgesinnte Menschen zu finden. Da ich jedoch bei Serien, sieht man einmal von House of Cards und den beiden Serien Blindspot und Shades of Blue (nicht zu verwechseln mit den 50 Schattierungen der Hausfrauen!), die ich demnächst beginnen werde, ab, alles andere als auf einem aktuellen Stand bin, sondern einige Jahr(zehnt)e hinterherhinke, ergeben sich daraus eher seltener Gesprächsthemen. Abgesehen natürlich von meinen lieben Mitbloggern, ihr seid die die Regel bestätigende Ausnahme! 🙂

Dennoch gilt auch für Bücher, dass es mir schwer fällt, Leute mit einem ähnlichen Geschmack zu finden. Bzw. kennen viele die Bücher, die ich lese, gar nicht. Da kann man sich also nur schwer drüber unterhalten. Videospiele sind zwar ein aktuelles und spannendes Thema, aber auch hier erschweren es persönliche Vorlieben, mehr als nur oberflächliche Gespräche zuzulassen. Was will man auch machen, wenn die komplette Umwelt nahezu ausschließlich auf PC zockt, und ich halt ein Konsolero der allerfeinsten Nintendo-Sorte bin?

Die exotischeren Dinge, wie Go oder Tak, brauche ich da gar nicht erst zur Sprache zu bringen. Die kennen noch viel weniger Leute, spielt kaum jemand, und für die lässt sich auch nur sehr schwer jemand begeistern. Mein Faible für und mein Interesse am Erlernen von Finnisch wird bestenfalls kopfschüttelnd kommentiert, wenn überhaupt. Ein wenig schade finde ich das schon, aber da lässt sich wohl nichts dran ändern.

Weshalb es mich auch nicht hätte überraschen dürfen, dass sich niemand wirklich findet, der sich auf ein TCG – ein Trading Card Game – einlassen würde. Sinn und Zweck des Spiels ist es, Karten zu sammeln, sich daraus ein eigenes Deck zusammenzustellen und damit gegen Mitspieler anzutreten. Für die internetaffine Jugend von heute, so etwas wie Hearthstone oder Gwent, nur IRL. Und für die älteren: Sowas wie Magic the Gathering.

Naja. Wahrscheinlich hätte ich mit Magic bessere Chancen gehabt. Nur finde ich die Karten dort ästhetisch nicht so ansprechend wie bei Force of Will – ja gut, ich gebs ja zu, ich bin oberflächlich! – und der Mana Screw bzw. Mana Flood nervt mich schon in der Theorie. Ein Glück, dass der bei FoW nicht möglich ist.

Wie dem auch sei, ich habe mich ein wenig im Freundeskreis umgehört, und mit Müh und Not einen Kumpel dazu bringen können, sich eine sder neuen Starterdecks zu besorgen. Gespielt haben wir aber – wie könnte es anders sein – noch nicht. *seufz*

Ironischerweise spricht mich das Prinzip des TCG besonders an. Ich bin ein Sammler. Wie er im Bilderbuche steht. Ich sammle, seit ich denken kann. Ich sammle Dinosaurierfiguren. Ich sammelte Herr der Ringe-Bleifiguren. Ich sammelte Saint Seiya Myth Cloth-Figuren. Nebenbei bemerkt, wer das googlet, der möge bitte nicht erschrecken. Ja, die Dinger haben eine eigene Ästhetik, und ja, die Dinger sind nicht günstig. Aber ich verbinde mit der zugehörigen Serie sehr viele, sehr gute und sehr tiefgreifende Erinnerungen. Ich sammle leidenschaftlich Bücher. Ich sammle sogar in Videospielen, weshalb Pokémon das ideale Spiel für mich war – und manchmal auch noch ist. Ich horte Tränke und Gegenstände in RPGs, denn man könnte sie vielleicht mal brauchen, und nutze sie dann doch nie.

Vielleicht ist das ein Symptom einer verborgenen Störung, vielleicht auch nur ein Zeichen von Habgier, wer weiß. Fakt ist, ich sammle gerne. Und das allein macht ja bereits die Hälfte eines TCGs aus, nämlich das Sammeln von Karten. Ich gestehe, allein das macht mir bereits ein Stück weit Spaß. Die verschiedenen Motife und Charaktere, zum Teil mit eigener Geschichte und natürlich die Möglichkeiten, die Fähigkeiten miteinander zu kombinieren.

Die zweite Hälfte des Spaßes besteht darin, sich ein eigenes Deck zusammenzustellen und damit gegen Freunde zu spielen. Zu sehen, wie die sich überlegte Strategie funktioniert und ob sie sich auch so umsetzen lässt wie geplant. Und genau auf diesen Teil werde ich wohl noch eine ganze Weile verzichten müssen. Denn FoW ist zwar durchaus bekannt und wird auch gespielt, in meinem näheren Umfeld findet sich aber kaum etwas, und wenn, dann zu Zeiten, an denen ich verhindert bin. Im Freundeskreis hält sich das Interesse stark in Grenzen.

Am Ende des Tages bleibt mir immerhin die Kartensammlung.

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Ich habe es getan…

War wohl doch nur eine Frage der Zeit, bis ich schwach werden würde. Vielleicht hätte ich das auch nur nicht so lange hinauszögern sollen, und wäre dann schon seit Monaten hochglücklich und zufrieden? Wer weiß, wer weiß.

Wie dem auch sei, ich teste diesen Monat sowohl Netflix als auch Prime, und kann eins schon mal sagen: keins von beidem haut mich von der Auswahl bisher von den Socken. Aber ich werde stöbern und vielleicht doch das ein oder andere entdecken.

Vorerst freue ich mich auf die Staffeln 3 und 4 von House of Cards sowie auf Blindspot. Yay!

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Olfaktorischer Totschlag

Nichts anderes erwartet einen, sofern man verückt und wagemutig genug ist, um einen Hort des Schreckens aufzusuchen. Ihr alle kennt diesen sicherlich. Dort finden sich Spielwaren für die Kleinen, Multimediakram für die etwas weniger Kleinen, Schreibwaren für die leidgeplagten Schüler. Aber auch die Abteilung des olfaktorischen Todschlags macht sich dort breit.

Wer es noch nicht erraten hat, ich spreche vom Weber, diesem prinzipiell tollen Laden, der einen Großteil meiner Gelüste befriedigt. Gegen das entsprechende Kleingeld, versteht sich.

Wer jedoch auf die Idee kam, die Duftnoten- und Chemiekeulenabteilung, manchmal auch als Beauty-Ecke oder Waffenlager zur oberflächlichen Selbstoptimierung genannt, direkt an den Eingang zu platzieren, gehört dafür bestraft. Nichts gegen diese Abteilung, sie befriedigt wie alle anderen ein existierendes Bedürfnis, und wer bin ich schon, andere deswegen zu verurteilen, weil sie nicht so wie ich nur Games und Serien ansteuern?

Aber – und das ist es, was mich an den Rand der Exhalierung meines letzten Atems bringt – ich bin gezwungen, bei jedem Besuch des Webers durch mehr als die Hälfte der Giftgasabteilung zu schlendern. Und das geht nicht etwa schnell, ooooh nein! Weit gefehlt! Denn zu den besten Zeiten – also jenen, die nach meinem Feierabend und vor meinem hungerbedingten Grisgrämigwerden liegen – tummeln sich dort allerlei Leutchen im Alter von Teen und knapp nicht mehr Teen, wobei das ganz bewusst weit gefasst ist.

Und diese Leute stehen natürlich vor den Auslagen und besehen und beriechen sich die Waren. Dass sie mir dabei auf meinem Weg zur Rolltreppe im Weg stehen, scheint sie ebensowenig zu kümmern wie der Umstand, dass die Luft dort so ätzend ist, dass ich sie anhalte, bis ich den nächsten Stock erreicht habe. Einmal machte ich den Fehler, einzuatmen, und nie wieder! Ich bin doch nicht lebensmüde! 😮

Dennoch frage ich mich, was dahinterstecken mag. Denn inmitten dieser Duftwolke ist es zumindets mir unmöglich, mehr zu riechen als: Holt mich hier raus, ich bin ein Mann!

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Was hilft wirklich?

An Tagen wie diesem hilft manchmal nur ein bisschen Eskapismus, eine Reise zurück in die Vergangenheit. Oder eine unerwartete Begegnung mit Figuren, die einem seit Jahren Freude bereiten. Und letzten Endes bleibt die Hoffnung, dass es irgendwann doch einmal so kommen möge:

 

 

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