Bisschen schade

Hui, in letzter Zeit war hier wenig los. Zwischen fehlender Zeit, fehlendem Fingerspitzengefühl, fehlenden Themen und meiner Unfähigkeit, gesellschaftliche Gegebenheiten zu akzeptieren, an denen ich sowieso nichts ändern kann, oder zumindest schweigend zur Kenntnis zu nehmen, haben mir sowohl Motivation als auch Freude am Bloggen gefehlt.

Etwas, das man auch daran erkennen konnte, dass ich kaum zum Kommentieren, geschweige denn Lesen all der Blogbeiträge gekommen bin, die in letzter Zeit erschienen. In den kommenden Wochen sollte sich das etwas entspannen und entzerren, sodass dafür wieder mehr Zeit ist. Und vielleicht ergibt sich auch mal wieder der ein oder andere Beitrag.

Vielleicht auch wieder welche, die mit größerer Freude gelesen und kommentiert werden. Natürlich schreibe ich nicht primär darum, gesehen zu werden oder gar zum neuen Influencer aufzusteigen, der dann Hotels dumm von der Seite anmacht, wenn sie einen nicht kostenlos übernachten lassen wollen. Aber der Austausch hier fehlt mir. Das ist sicherlich auch auf meinem Mist gewachsen, denn bei meiner Themenwahl hatte ich zuletzt definitiv kein Glück.

Seis drum. Solange ich Spaß am Schreiben habe, geht es hier weiter.

 

Was ich davon abgesehen schade finde, ist etwas, was mir in letzter Zeit häufiger auf Blogs und/oder (halb-)professionellen Webseiten begegnet. Da erkundigt sich jemand, den ich gerne lese, danach, welche Themen oder welche Schwerpunkte besonders gut waren bzw. sind, oder welche künftig vielleicht mehr in den Fokus rücken sollen. An und für sich ja eine gute Sache, denn gerade bei vielseitig interessierten Leuten bestehen ja mehrere Felder, in denen sie sich auskennen und über die sie schreiben mögen.

Was ich daran aber nicht verstehe, ist folgendes: Wenn man Infos über die Orientierung seiner Webseite oder seines Blogs möchte, oder auf Themensuche ist, warum platziert man dies nicht genau an dem Ort, an dem sich doch seine Leser hauptsächlich tummeln?

Ich mein, es ist verständlich, dass man weitere Kanäle wie Zwitscher oder das F-Buch oder Instantkilo nutzt. Gerade, wenn man seinen Leserkreis erweitern möchte, macht das Sinn und erlaubt es, Kreise anzusprechen, die vielleicht nicht oder nur selten auf Blog oder Homepage unterwegs waren.

Aber in meinen Augen ist das nur ein Plus, ein zusätzlicher Bereich, aus dem man sich Feedback holen kann. Denn der bereits existierende Leserkreis, also die Leute, die ja schon da sind, haben vielleicht auch Ideen und Anregungen, und was liegt näher, als diese genau über das Medium mitzuteilen, über welches man überhaupt erst in Kontakt kam?

 

Das heißt nicht, dass ich einem Blogger, Autor, Künstler, whatever, reinreden mag, wie ersiees seine Seite zu gestalten oder zu verwalten hat, oder gar, wie man sich seinen Leserkreis zusammenstellt oder erweitert. Ich finde es nur schade, dass dann Leser wie ich es einer bin – also ohne social-media-Präsenz – vollkommen ausgeschlossen sind.

Klar, man kann natürlich auch den Standpunkt vertreten, dass Leute wie ich besser gar kein Feedback abgeben. Dennoch finde ich es schade.

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5 Antworten zu Bisschen schade

  1. Lehrercafe schreibt:

    Tja, willkommen im Club. Auch das Lehrercafe beschränkt sich ausschließlich auf seinen Blog und lässt die anderen Kanäle außen vor. Schon des Öfteren wurden wir gebeten, uns Facebook und Konsorten zu widmen. Nein! Brauchen wir nicht, wollen wir nicht, lehnen wir ab. Entweder mal liest uns dort, wo wir zu Hause sind, oder man lässt es bleiben. Und wenn uns dadurch was „was durch die Lappen geht“, egal. Wir wollen mit diesem ganzen social media Krams Gedöhns nichts zu tun haben.
    Und auch wir waren etwas demotiviert, zu bloggen. Die gesellschaftlichen und bildungspolitischen Entwicklungen haben uns unseren Humor etwas lahmgelegt, aber wir haben zumindest beschlossen, die Misere aufzudecken. Manch einer meint schon, wir ließen jetzt nur noch Frust ab. Aber hey, es ist unser Blog und wir gestalten ihn, wie wir meinen.
    Wir finden deinen Blog toll und lesen gern hier. Und vielleicht kommst du auch irgendwann wieder dazu, nette Themen zu finden. Manchmal machts klicj, und die Finger klimpern wie von selbst wieder über die Tasten. LG Ela☕

    Gefällt 2 Personen

    • pimalrquadrat schreibt:

      Danke auch dir für die lieben Worte! 🙂
      Und ja, manch aktuelle Entwicklung ist einfach frustrierend und enttäuschend, und manchmal muss man das auch rauslassen. Erst recht, wenn man, wie es bei Lehrern oft ist, sonst nur zu hören bekommt, wie gut man es doch hat, weil niemand die Schattenseiten sehen mag.

      Gefällt 1 Person

  2. Sylana schreibt:

    Also mich irritiert es eher, wenn jemand auf zig verschiedene Weisen „seinen Senf dazugibt“. Deshalb finde ich es grundsätzlich gut, wenn jemand nur an einer bestimmten Stelle auftritt.
    Mach Dich doch nicht verrückt, ich lese gern hier. Ich lese auch lieber, wenn jemand was konstruktives zu sagen hat, als wenn einfach nur ein Beitrag erscheint, damit ein Beitrag erscheint. Man muss ja nun auch nicht zu jedem Thema ein Essay schreiben.
    Ich kann gut damit leben, wenn eine Weile Ruhe ist. Es kommen auch wieder andere Zeiten.

    Apropos Ruhe: Hatte ich eigentlich Deine Jahresendwahnsinnsmail beantwortet?( Also, geantwortet hatte ich, und sogar gespeichert. Aber hab ich sie auch an Dich geschickt?????)
    Hier geht’s grad total rechteckig zu. Irgendwie hab ich den Faden verloren…..

    Gefällt 1 Person

    • pimalrquadrat schreibt:

      Ich kann es sogar verstehen, dass man mehrere Kanäle nutzt. Gerade dann, wenn man versucht, davon zu leben, geht es nicht ohne Twitter, Facebook und co.
      Aber zumindest sollte man auch diejenigen berücksichtigen, die nur einen davon nutzen.

      Danke für deine lieben Worte! 🙂

      Die Mail hast du nicht nur geschrieben und gespeichert, sondern auch geschickt. 🙂
      Ich kam nur noch nicht zum Antworten und werde das vermutlich erst nach der kommenden Klausur können. Noch ein wenig Geduld, bevor es wieder was zu lesen gibt. 🙂

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