Für eine bessere Welt

Das ist es doch, wofür die Menschen in Hamburg demonstrieren. Damit wir alle ein besseres Leben haben. Dass alle Menschen gleich gut leben können, genug zu essen haben, ein Dach über dem Kopf, ein wenig Wohlstand.

Die Umsetzung zeigt hingegen nur eins: Ein Teil der Leute, die dort demonstrieren, ist erst dann zufrieden, wenn sie das Leben anderer zur Hölle gemacht haben. Wie kann man sich für Menschenrechte einsetzen, sich den Anschein geben, sozial zu sein, und gegen die Konzentration von Kapital bei einigen wenigen, mächtigen und reiche Personen, und zugleich das Auto eines hart arbeitenden Menschen abfackeln? Oder den Laden eines Kleinunternehmers demolieren?

Ist das der Weg, wie es uns allen besser gehen soll? Wenn niemand mehr was hat, dann sind wir alle gleich? Oder ist es eher so, dass ein paar geistig minderbemittelte Flachwichser mal ordentlich die Sau rauslassen wollten, bevor sie heim zu Papi und Mami gehen, dort mit dem SUV zum Bioladen kutschiert werden und sich besonders hip und sozial und öko finden, weil sie teures Geld in fair-trade-Waren stecken und den dummen Pöbel nicht verstehen können, der bei Aldi und Lidl einkauft, weil er sich Geld zum Ersetzen des abgefackelten Autos vom Mund absparen muss? Oder sind es doch nur Vollpfeifen, die noch nie gearbeitet haben und nicht wissen, wie es ist, täglich zu malochen um halbwegs über die Runde zu kommen?

 

Die Polizei in Deutschland ist sicherlich nicht ohne Fehl und Tadel. Aber heute gilt ihr mein Dank und mein Respekt. Dafür, dass sie den Kopf hinhält und sich den Gewalttätern entgegenstellt.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Für eine bessere Welt

  1. Meiner Meinung nach haben die Krawallmacher keine politischen Absichten. Sie reisen von überall her an, um sich ein „schönes Wochenende“ zu machen. Dazu gehört für sie „Bullenaufmischen“, Sachbeschädigung und möglichst viel Ärger zu machen. Sie geben sich zwar einen politischen Anstrich, aber das ist auch alles. Was soll es bringen, Porsche abzufackeln? Dann gehen die Käufer eben zu einem anderen Händler.
    Das Einzige, was die Prolls schaffen, ist, dass sie den friedlichen Menschen ihr Demonstrationsrecht nehmen. Denn wie soll da noch eine Demo friedlich ablaufen, wenn solche Idioten dabei sind?

    Gefällt 1 Person

  2. Zeilenende schreibt:

    Es hat zwei globale Kriege und ein paar Stellvertreterkriege gebraucht, damit sich in einem kleinen mitteleuropäischen Land (im gesamten kleinen mitteleuropäischen Land) Demokratie ausbreiten kann. Man frage sich aus dieser Perspektive einmal ernsthaft, wie ein sehr viel größerer politischer Umschwung (weil global) aussehen soll, wenn nicht mit noch größeren Verlusten behaftet.
    Und das ganz unabhängig davon, ob man die Vorgänge in Hamburg für sinnvoll hält oder nicht. Aber gewaltige politische Umwälzung gibt es … selten … ohne Gewalt. Sonst wären sie nicht gewaltig.

    Gefällt mir

    • pimalrquadrat schreibt:

      Ich hoffe ja, dass es nicht noch einmal zig Millionen tote Menschen braucht, damit die Welt ein besserer Fleck wird. Angesichts der Bevölkerungsexplosion in Afrika – wo es heute schon Krieg, Hunger und Perspektivlosigkeit gibt – gehe ich aber davon aus, dass beim nächsten Mal die Todeszahlen im drei- oder vierstelligen Millionenbereich liegen werden. *seufz*

      Was nun aber Hamburg betrifft: Ich bin wahrlich kein Freund es G20-Gipfels, und ich bin dafür, dass die Leute dagegen demonstrieren. Aber wenn sie das Auto von Lieschen Müller abfackeln, die es dringend braucht, um zur Arbeit zu kommen und halbwegs über die Runden zu kommen – 10% der Arbeitnehmer sind trotz Vollzeitstelle arm, von allen anderen Armen fang ich nicht mal an – dann bleibe ich dabei, dass das eine Schweinerei ist. Sollen sie die Limousine der Merkel abfackeln, oder Trumps Hotel oder Erdogans Ziegenherde, das trifft die Vollidioten, die unsere Welt gegen die Wand fahren, immer noch eher als wahllos Autos zu verbrennen oder Läden zu plündern.
      Das ist in meinen Augen nämlich nicht links, sondern einfach nur Geilheit am Zerstören.

      Wäre in etwa so, als wenn die Franzosen damals nicht die Bastille gestürmt hätten, sondern die Bauernhöfe rund um Paris niedergebrannt hätten…

      Gefällt 1 Person

      • Zeilenende schreibt:

        Es beleidigt grundsätzlich meine Intelligenz, das neulinke Argument zur Gänze durchzudeklinieren, aber im Kern geht es nicht um die Menschen, sondern um das System und seine Symbole. Und machen wir uns nichts vor: Das Auto ist ein Symbol für den Kapitalismus par excellence. Aus der Binnenperspektive ist es konsequent und logisch, was der schwarze Block treibt. Man unterschätzt diese Leute, wenn man ihnen nur Zerstörungslust unterstellt. Die sind weltanschaulich gefährlich.
        Was die Analogie zur Bastille angeht: Die Bastille stand für die Macht des Königs so wie das Automobil für den Kapitalismus steht. Die Erstürmung der Bastille als recht kuscheliges Gefängnis, in dem der Marquis de Sade recht bequem seine 120 Tage von Sodom schreiben konnte, war als symbolischer revolutionärer Akt genauso logisch wie die Autos … Mit dem Blick darauf, was man konkret in der Situation davon hat, genau so widersinnig wie das Entflammen von PKW (also davon abgesehen, dass die Dieselfahrzeuge unter den Opfern nur noch einen finalen Beitrag zur Feinstaubproblematik leisten und dann für immer schweigen – man verzeihe mit den Zynismus).

        Gefällt mir

        • pimalrquadrat schreibt:

          Das mag sein, dass das die Binnenperspektive ist, die diese Leute an den Tag legen. Das macht sie in meinen Augen jedoch keinen Deut besser als Neonazis, die sich auf ähnlich abstruse Weise die Welt so zusammenbasteln, dass sie ihren Wahnsinn ausleben können. Wenn Pseudolinke mit Iphone bewaffnet Selfies davon schießen, wie sie anderer Leute Eigentum abfackeln, um das System zu zersötren – was sie definitiv nicht tun – finde ich es ideologisch verlogen, vom Endeffekt her erbärmlich und vom getroffenen Ziel her bodenlos unverschämt.
          Unterm Strich nimmt man in Kauf, das Leben anderer Menschen zu vernichten – denn nichts anderes bedeutet es, einem Arbeitnehmer sein Fortbewegungsmittel zu rauben – um auf ein Ziel hinzuarbeiten, welches man auf diesem Weg definitiv niemals erreichen wird. Zumal ich nicht davon ausgehe, dass die meisten der Klopper und Diebe so konsequent sind und auf Eigenkonsum verzichten.
          Und ich finde es ehrlich gesagt auch sehr bedenklich, wenn man die Situation auf „Wir Linke gegen das böse System“ reduziert. Erst vorhin las ich einen „Augenzeugenbericht“ auf der FAZ, der davon schrieb, dass die Polizei wie Maschinen unterwegs war. Das entmenschlicht Leute, die genauso wie die Leute vom Schwarzen Block Familie haben. Wie willst du es rechtfertigen, dass sich diese Bande gegen das System richtet, dabei Gesundheit und Leben von Polizei, aber auch von deren Angehörigen, mit großer Begeisterung als etwas betrachtet, was man vernichten kann, und dieselben Leute sitzen dann in erster Reihe, um von Menschenrechten zu schwadronieren, wenn es darum geht, ihre eigene Lebensweise – Rote Flora – zu verteidigen, oder sich – zurecht – gegen Neonazis zu wenden. Welchen Unterschied macht es denn, ein paar „Bullen“ zu kloppen oder ein Flüchtlingsheim abzufackeln? Richtig, die Ideologie ist eine andere, das Ergebnis dasselbe: Menschen zählen rein gar nichts, sondern sind nur Dreck, auf dem man trampeln kann.

          Versteh mich nicht falsch: Der Kapitalismus, so wie wir in nicht erst seit heute erleben, ist verdammt dreckig, und führt dazu, dass es viel zu vielen Menschen viel zu schlecht geht. Ich sehe jedoch nicht, inwiefern der Schwarze Block auch nur ein einziges Härchen in die Richtung bewegt hätte, die etwas an der Gesamtsituation ändern könnte.

          Und nein, die Bastille hatte eine andere Signalwirkung. Das wäre bestenfalls damit vergleichbar, dass der Schwarze Block halb Sindelfingen in Brand steckt, um Daimler niederzustrecken. Aber die Autos von ein paar Leuten?

          Gefällt mir

        • Zeilenende schreibt:

          Eben … Ich halte diese Leute für genau so gefährlich wie Neonazis. Gerade diejenigen, die wissen, wie man eine Argumentation auf die Kette bekommt und unter anderem genau aus dem Grund, dass sie von ihrer Haltung auch keinen Platz für Menschlichkeit lassen. Der wesentliche Unterschied liegt in der konkreten Intention dahinter. Wenn man politische Bewegungen allein danach beurteilt, wie viel Gewalt sie über die Welt gebracht haben, dann gibt es keine Ideologie, die nicht vergiftet ist. Weil auch die modernen Demokratien (so gut wie?) immer das Resultat eines Freiheitskampfes waren.
          Der Kurzschluss Schwarzer Block=Gewalt verstellt dabei aber den Blick auf das, was diese Leute wollen. Und wenn man sich mit ihren menschenfeindlichen Zielen jenseits der konkreten Gewalt nicht auseinandersetzt, verharmlost man sie letzten Endes. Da geht es um mehr als brennende Autos und „Bullenkloppen“.
          Ein anderer Fehler ist, die gesamte Antifa mit dem Schwarzen Block in einen Topf zu werfen. Das linke Spektrum neigt dazu, sich arg zu zersplittern, da ist schon Differenzierung angebracht. Die meisten dieser Menschen sind zwar Spinner, glücklicherweise alles in Allem recht gewaltfrei. Außer vielleicht im Umgang mit der Polizei, da gilt ACAB.

          Gefällt mir

  3. Sylana schreibt:

    Neid und Dummheit.
    Denn was ganz gern mal vergessen wird: Die Reichen und Mächtigen sind es ja ganz oft nicht einfach so geworden. Die meisten haben ja hart dafür gearbeitet, bzw. deren Vorfahren taten das.

    Der Mensch ist nun mal ein Raubtier, es wird immer welche geben, die mehr haben als andere. Das kann doch ein Anreiz sein, mehr zu leisten. Es kann doch aber nicht richtig sein, das sich wer hinstellt, und sagt: Du bekommst monatlich ein Gehalt, jetzt gib mir davon was ab, obwohl ich nichts mache.

    Es ist eine Tatsache, das dieser Spruch: „Du kannst alles erreichen, was Du willst!“ noch einen zweiten Teil hat, nämlich: „Du musst was dafür tun!“

    Und Gewalt, egal aus welcher Richtung, ist einfach nur dämlich. Was soll die Exekutive machen? Zuschauen? Prügel einstecken? Da denke ich dann, auch den links – rechts – sonst wie gewaltbereiten Bekloppten sollte klar sein, das wer austeilt, auch einstecken können muss. Und wenn einer am Boden liegt und schreit ist Schluss. Auf allen Seiten.
    (Ja. Das war der Ehrenkodex der Schulhof- und Spielplatzklopperei. Was ist falsch dran?)

    Gefällt mir

  4. friedlvongrimm schreibt:

    Puh, es tut mir leid, ich bin kein Feind der Polizei im Alltag, war im Hostel immer sehr froh die netten Herren und Damen bei Problemen anrufen zu können, aber es wird NIE NIE NIEMALS passieren, dass ich die Kollegen, die bei Demonstrationen im Einsatz sind, in der Art wie sie agieren, gutheißen kann. Oder Ihnen Respekt zollen kann.
    Es tut mir leid, aber ich habe beim G20 die Tage immer vorm Einschlafen die Periscopevideos von Martin Kraul geschaut und kann nur mit dem Kopf schütteln. Oder was denkst du, wenn du da mal die ersten 5 Minuten schaust?

    Und es gibt auch Leute jenseits des linken Milieaus mit ähnlichen Erfahrungen:
    http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/g20-polizeiuebergriff-101.html

    Und ja, genauso wie du habe ich auch ein riesiges Problem mit Gewalt als Demonstrationsmittel. Ich werde niemals Gewalt ausüben um meinen Standpunkt darzustellen und auch so etwas niemals tolerieren. Ich weiß, es gibt viele Linke die das anders sehen, aber es gibt auch viele die da mit mir d’accord gehen. Und Kleinwagen anzünden, Appleläden plündern und Geldautomaten knacken sind Sachen, die sich mit einer sozialen linken Orientierung nicht decken sollten.
    Ich denke aber auch, dass dahinter kein böser schwarzer Block steht und die Fäden zieht. Und ich persönliche habe sehr sehr arge Bauchschmerzen bzgl. der Gleichsetzung von rrechter und linker Gewalt bzw. dem Extremismus davon.
    https://www.swr.de/swraktuell/proteste-bei-g20-journalist-bekannte-rechtsradikale-unter-randalierern/-/id=396/did=19916574/nid=396/1efq4t8/index.html
    http://daserste.ndr.de/panorama/Es-war-kein-vorbereiteter-Hinterhalt,panorama7904.html

    Gefällt mir

    • pimalrquadrat schreibt:

      Wie mans nimmt. Ich würde niemals diejenigen unterstützen, die mit Molotow-Cocktails und Masken auf eine Demo gehen. Egal, ob die Demo berechtigt ist oder nicht, egal, ob sie zu recht aufgelst wird oder nicht.
      Polizisten sind Menschen, auch wenn das so manchem Linken nicht passt.

      Und auch wenn ich Polizeigewalt nicht befürworte, stelle ich mir die Frage: Wie würde ich selbst reagieren, wenn ich zig Stunden ohne Pause auf Achse wäre, vor mir gewaltbereite Leute, die mich nicht als Mensch wahrnehmen (die FAZ hatte dazu einen sehr „tollen“ Artikel einer Reporterin, die Touristin auf einer Demo gespielt hat, und in ihrem Artikel die Polizei als Maschinerie beschrieb und damit vollkommen entmenschlicht) und damit auch kein Problem haben, mich krankenhausreif zu prügel. Denn genau das bedeutet es, Pflastersteine und Molotowcocktails auf Menschen zu werfen.
      Und am Ende des Tages kümmert man sich unter breitem medialem Echo um verletzte Demonstranten (meist auch zurecht), aber was in den Köpfen der Partner und Kinder der Polizisten vorgehen, die im TV zuschauen dürfen, wie ihre Partner, Väter oder Mütter zur Strecke gebracht werden, das interessiert niemanden.

      Das rechtfertigt – kann ich nicht oft genug betonen – keine Polizeigewalt. Nur stehen sich bei solchen Events nicht ausschließlich Unschuldslämmer gegenüber. Leider trifft es viel zu oft die falschen, auf beiden Seiten. Denn ja, es gibt gewaltgeile Polizisten ebenso wie Demonstranten. Und es gibt auch die Polizisten, die eigentlich keine Lust darauf haben, ihren Kopf für idiotische Politiker hinzuhalten und für deren Mist auch noch ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

      Insofern, und sorry für den etwas wirren Kommentar, aber Müdigkeit und so setzen mich so langsam außer Gefecht:
      Polizeiübergriffe gehen nicht. Auch wenn ich Verständnis habe, dass nach zig Stunden die Nerven blank sind, das geht nicht.
      Umgekehrt sind wir uns ja auch einig, dass es mehr als genug Krawalltouris jedweder Couleur gab, die die Gelegenheit genutzt haben, auf den Putz zu hauen in dem Wissen, dass sie eh davonkommen werden.

      Ob und inwiefern dahinter der Schwarze Block steht, nun ja, ich erinnere mich an das Interview mit einem der Organisatoren der „Welcome to Hell“-Demo, Tenor war: Randalieren geht, aber doch bitte nicht da, wo wir wohnen. Und sorry, dafür fehlt mir auch jedwedes Verständnis, und damit diskreditieren sich die Organisatoren selbst.

      PS: Danke für die Links. Ich persönlich gehe jedoch wie gesagt davon aus, dass man nicht einfach so spontan auf der Straße Molotowcocktails vorbereitet oder sich spontan dazu entschließt, Steine zu werfen oder Zwillen zu benutzen. Dahinter steckt in meinen Augen dann doch ein Maß an Vorbereitung. Davon abgesehen, natürlich geht Gewalt gegen friedliche Demonstranten nicht. Weder in Hamburg, noch in Stuttgart noch sonstwo.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s