Für eine bessere Welt

Das ist es doch, wofür die Menschen in Hamburg demonstrieren. Damit wir alle ein besseres Leben haben. Dass alle Menschen gleich gut leben können, genug zu essen haben, ein Dach über dem Kopf, ein wenig Wohlstand.

Die Umsetzung zeigt hingegen nur eins: Ein Teil der Leute, die dort demonstrieren, ist erst dann zufrieden, wenn sie das Leben anderer zur Hölle gemacht haben. Wie kann man sich für Menschenrechte einsetzen, sich den Anschein geben, sozial zu sein, und gegen die Konzentration von Kapital bei einigen wenigen, mächtigen und reiche Personen, und zugleich das Auto eines hart arbeitenden Menschen abfackeln? Oder den Laden eines Kleinunternehmers demolieren?

Ist das der Weg, wie es uns allen besser gehen soll? Wenn niemand mehr was hat, dann sind wir alle gleich? Oder ist es eher so, dass ein paar geistig minderbemittelte Flachwichser mal ordentlich die Sau rauslassen wollten, bevor sie heim zu Papi und Mami gehen, dort mit dem SUV zum Bioladen kutschiert werden und sich besonders hip und sozial und öko finden, weil sie teures Geld in fair-trade-Waren stecken und den dummen Pöbel nicht verstehen können, der bei Aldi und Lidl einkauft, weil er sich Geld zum Ersetzen des abgefackelten Autos vom Mund absparen muss? Oder sind es doch nur Vollpfeifen, die noch nie gearbeitet haben und nicht wissen, wie es ist, täglich zu malochen um halbwegs über die Runde zu kommen?

 

Die Polizei in Deutschland ist sicherlich nicht ohne Fehl und Tadel. Aber heute gilt ihr mein Dank und mein Respekt. Dafür, dass sie den Kopf hinhält und sich den Gewalttätern entgegenstellt.

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9 Antworten zu Für eine bessere Welt

  1. Meiner Meinung nach haben die Krawallmacher keine politischen Absichten. Sie reisen von überall her an, um sich ein „schönes Wochenende“ zu machen. Dazu gehört für sie „Bullenaufmischen“, Sachbeschädigung und möglichst viel Ärger zu machen. Sie geben sich zwar einen politischen Anstrich, aber das ist auch alles. Was soll es bringen, Porsche abzufackeln? Dann gehen die Käufer eben zu einem anderen Händler.
    Das Einzige, was die Prolls schaffen, ist, dass sie den friedlichen Menschen ihr Demonstrationsrecht nehmen. Denn wie soll da noch eine Demo friedlich ablaufen, wenn solche Idioten dabei sind?

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  2. Zeilenende schreibt:

    Es hat zwei globale Kriege und ein paar Stellvertreterkriege gebraucht, damit sich in einem kleinen mitteleuropäischen Land (im gesamten kleinen mitteleuropäischen Land) Demokratie ausbreiten kann. Man frage sich aus dieser Perspektive einmal ernsthaft, wie ein sehr viel größerer politischer Umschwung (weil global) aussehen soll, wenn nicht mit noch größeren Verlusten behaftet.
    Und das ganz unabhängig davon, ob man die Vorgänge in Hamburg für sinnvoll hält oder nicht. Aber gewaltige politische Umwälzung gibt es … selten … ohne Gewalt. Sonst wären sie nicht gewaltig.

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    • pimalrquadrat schreibt:

      Ich hoffe ja, dass es nicht noch einmal zig Millionen tote Menschen braucht, damit die Welt ein besserer Fleck wird. Angesichts der Bevölkerungsexplosion in Afrika – wo es heute schon Krieg, Hunger und Perspektivlosigkeit gibt – gehe ich aber davon aus, dass beim nächsten Mal die Todeszahlen im drei- oder vierstelligen Millionenbereich liegen werden. *seufz*

      Was nun aber Hamburg betrifft: Ich bin wahrlich kein Freund es G20-Gipfels, und ich bin dafür, dass die Leute dagegen demonstrieren. Aber wenn sie das Auto von Lieschen Müller abfackeln, die es dringend braucht, um zur Arbeit zu kommen und halbwegs über die Runden zu kommen – 10% der Arbeitnehmer sind trotz Vollzeitstelle arm, von allen anderen Armen fang ich nicht mal an – dann bleibe ich dabei, dass das eine Schweinerei ist. Sollen sie die Limousine der Merkel abfackeln, oder Trumps Hotel oder Erdogans Ziegenherde, das trifft die Vollidioten, die unsere Welt gegen die Wand fahren, immer noch eher als wahllos Autos zu verbrennen oder Läden zu plündern.
      Das ist in meinen Augen nämlich nicht links, sondern einfach nur Geilheit am Zerstören.

      Wäre in etwa so, als wenn die Franzosen damals nicht die Bastille gestürmt hätten, sondern die Bauernhöfe rund um Paris niedergebrannt hätten…

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      • Zeilenende schreibt:

        Es beleidigt grundsätzlich meine Intelligenz, das neulinke Argument zur Gänze durchzudeklinieren, aber im Kern geht es nicht um die Menschen, sondern um das System und seine Symbole. Und machen wir uns nichts vor: Das Auto ist ein Symbol für den Kapitalismus par excellence. Aus der Binnenperspektive ist es konsequent und logisch, was der schwarze Block treibt. Man unterschätzt diese Leute, wenn man ihnen nur Zerstörungslust unterstellt. Die sind weltanschaulich gefährlich.
        Was die Analogie zur Bastille angeht: Die Bastille stand für die Macht des Königs so wie das Automobil für den Kapitalismus steht. Die Erstürmung der Bastille als recht kuscheliges Gefängnis, in dem der Marquis de Sade recht bequem seine 120 Tage von Sodom schreiben konnte, war als symbolischer revolutionärer Akt genauso logisch wie die Autos … Mit dem Blick darauf, was man konkret in der Situation davon hat, genau so widersinnig wie das Entflammen von PKW (also davon abgesehen, dass die Dieselfahrzeuge unter den Opfern nur noch einen finalen Beitrag zur Feinstaubproblematik leisten und dann für immer schweigen – man verzeihe mit den Zynismus).

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        • pimalrquadrat schreibt:

          Das mag sein, dass das die Binnenperspektive ist, die diese Leute an den Tag legen. Das macht sie in meinen Augen jedoch keinen Deut besser als Neonazis, die sich auf ähnlich abstruse Weise die Welt so zusammenbasteln, dass sie ihren Wahnsinn ausleben können. Wenn Pseudolinke mit Iphone bewaffnet Selfies davon schießen, wie sie anderer Leute Eigentum abfackeln, um das System zu zersötren – was sie definitiv nicht tun – finde ich es ideologisch verlogen, vom Endeffekt her erbärmlich und vom getroffenen Ziel her bodenlos unverschämt.
          Unterm Strich nimmt man in Kauf, das Leben anderer Menschen zu vernichten – denn nichts anderes bedeutet es, einem Arbeitnehmer sein Fortbewegungsmittel zu rauben – um auf ein Ziel hinzuarbeiten, welches man auf diesem Weg definitiv niemals erreichen wird. Zumal ich nicht davon ausgehe, dass die meisten der Klopper und Diebe so konsequent sind und auf Eigenkonsum verzichten.
          Und ich finde es ehrlich gesagt auch sehr bedenklich, wenn man die Situation auf „Wir Linke gegen das böse System“ reduziert. Erst vorhin las ich einen „Augenzeugenbericht“ auf der FAZ, der davon schrieb, dass die Polizei wie Maschinen unterwegs war. Das entmenschlicht Leute, die genauso wie die Leute vom Schwarzen Block Familie haben. Wie willst du es rechtfertigen, dass sich diese Bande gegen das System richtet, dabei Gesundheit und Leben von Polizei, aber auch von deren Angehörigen, mit großer Begeisterung als etwas betrachtet, was man vernichten kann, und dieselben Leute sitzen dann in erster Reihe, um von Menschenrechten zu schwadronieren, wenn es darum geht, ihre eigene Lebensweise – Rote Flora – zu verteidigen, oder sich – zurecht – gegen Neonazis zu wenden. Welchen Unterschied macht es denn, ein paar „Bullen“ zu kloppen oder ein Flüchtlingsheim abzufackeln? Richtig, die Ideologie ist eine andere, das Ergebnis dasselbe: Menschen zählen rein gar nichts, sondern sind nur Dreck, auf dem man trampeln kann.

          Versteh mich nicht falsch: Der Kapitalismus, so wie wir in nicht erst seit heute erleben, ist verdammt dreckig, und führt dazu, dass es viel zu vielen Menschen viel zu schlecht geht. Ich sehe jedoch nicht, inwiefern der Schwarze Block auch nur ein einziges Härchen in die Richtung bewegt hätte, die etwas an der Gesamtsituation ändern könnte.

          Und nein, die Bastille hatte eine andere Signalwirkung. Das wäre bestenfalls damit vergleichbar, dass der Schwarze Block halb Sindelfingen in Brand steckt, um Daimler niederzustrecken. Aber die Autos von ein paar Leuten?

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        • Zeilenende schreibt:

          Eben … Ich halte diese Leute für genau so gefährlich wie Neonazis. Gerade diejenigen, die wissen, wie man eine Argumentation auf die Kette bekommt und unter anderem genau aus dem Grund, dass sie von ihrer Haltung auch keinen Platz für Menschlichkeit lassen. Der wesentliche Unterschied liegt in der konkreten Intention dahinter. Wenn man politische Bewegungen allein danach beurteilt, wie viel Gewalt sie über die Welt gebracht haben, dann gibt es keine Ideologie, die nicht vergiftet ist. Weil auch die modernen Demokratien (so gut wie?) immer das Resultat eines Freiheitskampfes waren.
          Der Kurzschluss Schwarzer Block=Gewalt verstellt dabei aber den Blick auf das, was diese Leute wollen. Und wenn man sich mit ihren menschenfeindlichen Zielen jenseits der konkreten Gewalt nicht auseinandersetzt, verharmlost man sie letzten Endes. Da geht es um mehr als brennende Autos und „Bullenkloppen“.
          Ein anderer Fehler ist, die gesamte Antifa mit dem Schwarzen Block in einen Topf zu werfen. Das linke Spektrum neigt dazu, sich arg zu zersplittern, da ist schon Differenzierung angebracht. Die meisten dieser Menschen sind zwar Spinner, glücklicherweise alles in Allem recht gewaltfrei. Außer vielleicht im Umgang mit der Polizei, da gilt ACAB.

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  3. Sylana schreibt:

    Neid und Dummheit.
    Denn was ganz gern mal vergessen wird: Die Reichen und Mächtigen sind es ja ganz oft nicht einfach so geworden. Die meisten haben ja hart dafür gearbeitet, bzw. deren Vorfahren taten das.

    Der Mensch ist nun mal ein Raubtier, es wird immer welche geben, die mehr haben als andere. Das kann doch ein Anreiz sein, mehr zu leisten. Es kann doch aber nicht richtig sein, das sich wer hinstellt, und sagt: Du bekommst monatlich ein Gehalt, jetzt gib mir davon was ab, obwohl ich nichts mache.

    Es ist eine Tatsache, das dieser Spruch: „Du kannst alles erreichen, was Du willst!“ noch einen zweiten Teil hat, nämlich: „Du musst was dafür tun!“

    Und Gewalt, egal aus welcher Richtung, ist einfach nur dämlich. Was soll die Exekutive machen? Zuschauen? Prügel einstecken? Da denke ich dann, auch den links – rechts – sonst wie gewaltbereiten Bekloppten sollte klar sein, das wer austeilt, auch einstecken können muss. Und wenn einer am Boden liegt und schreit ist Schluss. Auf allen Seiten.
    (Ja. Das war der Ehrenkodex der Schulhof- und Spielplatzklopperei. Was ist falsch dran?)

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