Von unnützen Informationen

So. Ich habe es tasächlich getan. Ich! Ausgerechnet. Nachdem ich mich munter, tapfer, beharrlich und äußerst wacker seit etlichen Jahren dagegen gewehrt habe, mich dem Gruppenzwang anzuschließen. Nachdem ich brav mit zusammengebissenen Zähnen zäneknirschend regelmäßig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren bin. Nee, das klingt falsch. Nachdem ich sicherlich Tage, Wochen und Monate meines Lebens mit dem Warten auf die öffentlichen Verkehrsmittel verbracht habe – auf die eine Bahn warte ich heute noch, nachdem sie offiziell nicht ausfiel, aber nie kam.

Wie dem auch sei, ich habe mich in die Höhle des Löwen gewagt und beginne nun damit, mich auf den Führerschein vorzubereiten.

 

 

 

 

Ok, ihr dürft aufhören zu lachen! *seufz*

Bisher war es tatsächlich möglich, alles mit den Öffis zu erledigen, sodass hier keine Notwendigkeit bestand. Zumal mich das Fahren an sich auch mal so gar nicht reizt. Aber gut, was tut man nicht alles für einen Neuanfang, nicht wahr? Und da ich in Zukunft sicherlich nicht das Vergnügen und den Luxus haben werde, in der Nähe meiner Arbeitsstelle wohnen zu können, bleibt mir ja auch nicht wirklich etwas anderes übrig.

Ich hatte also meine erste Theoriestunde. Und was soll ich sagen? Sie war zum Einschlafen langweilig. Also mal ehrlich, was hab ich eigentlich gelernt? Was ne Fahrbahn ist? Wooooow! 😮

Ich kann auf ein ganzes Leben an Erfahrungen als Beifahrer zurückblicken. Als Beifahrer von Leuten, die während der Fahrt, solange ich noch wach war, regelmäßig von den Eigenarten des Fahrens erzählten, erklärten, was welche Schilder bedeuten, und sich auch an diese hielten. Oh, und ich habe Augen im Kopf und einen wachen – außer während der Fahrt jedenfalls – Verstand, sodass ich mir einbilde, durchaus etwas Ahnung zu haben.

Aber statt dass ich mal die ganzen Details wie Abstände etc. pp. mitbekomme, nöööö. Fahrbahnmarkierungen. Yeah!

Also: Man merke sich, eine durchgezogene Fahrbahnlinie darf nicht überfahren werden. Fußgänger übrigens auch nicht. Wollt ich nur mal anmerken.

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44 Antworten zu Von unnützen Informationen

  1. Marille Gruenblatt schreibt:

    Ich mag Deine Texte, aber das weißt Du, denke ich 😉
    Bei diesem hier musste ich tatsächlich sehr laut lachen, erinnere ich mich doch gerade jetzt sehr lebendig an meinen eigenen Führerscheinkurs zurück, der ähnlich aufregend war (ich glaube, ich habe noch nie so viel gezeichnet, wie damals^^) 😀
    Andererseits: es gibt doch einiges, das es zu memorieren gilt und viele Kandidaten scheitern an den Theoriefragen, weil sie sie nicht ernst nehmen.

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    • pimalrquadrat schreibt:

      Trotzdem Danke! 🙂 😳

      Ich trau mich nicht, währenddessen zu zeichnen, weil wir gar nicht so viele sind und das auffallen würde. XD
      Du hast natürlich recht, das Lernen werd ich müssen und ich rechne ja noch mit Sachen, die mir Schwierigkeiten bereiten werden. 🙂
      Scheitern hab ich aber nicht vor, das ist nicht erlaubt oder vorgesehen. ^^‘

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  2. Sylana schreibt:

    Ich lache noch!
    Radfahrer musste auch in Ruhe lassen.
    Und das Reinfallen bei den Theoriefragen ist tatsächlich so.
    Wenn langjährige Autofahrer so einen Führerscheintest machen….na ja, ich hab mich da gepflegt auf die Nase gelegt, mal so gesprochen.
    Beherzige Deine Predigten der Nachhilfe: Genaues Lesen, bis zum Schluss lesen…..o.k. Du kennst den Text ja!

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  3. Wortman schreibt:

    Schön vorsichtig sein. Es sind genug durch die Theorie geflogen, weil sie die Fragen auf die leichte Schulter genommen hatten 😉 😀
    Wenn du bestanden hast, sehen wir weiter 😉

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  4. Schlopsi schreibt:

    Muss ich jetzt etwa meinen Fahrradhelm wieder hervorkramen?? 😀
    Hehe, dann wünsche ich dir viel Spaß beim büffeln und immer schön wach bleiben! Oder wird dir erst jetzt bewusst, wie sich deine Schüler manchmal fühlen… *pfeif* *duck und weg* 😀

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  5. Zeilenende schreibt:

    Ich find das gar keine unnütze Info, dass du den Führerschein machst. Es wäre nur nett gewesen, wenn du gleich dazu gesagt hättest, ob du den Schaumstoff für den Schutz von Leitplanken, Ampeln und Bäumen am Fahrbahnrand schon gekauft hast und ob es einenTermin gibt, wann deine dich liebenden Follower die Aktion „Kreisflächen sicher im Straßenverkehr“ durchführen sollen. 😉

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  6. Frau Argh schreibt:

    …verrate mir, wo du unterwegs bist, damit ich das Sicherheitsrisiko einschätzen kann 😉

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  7. totallygamergirl schreibt:

    Erinnert mich gut an meine Theorie-Stunden. Weiter hab ich es übrigens nie geschafft – o.k. zwei praktische Stunden hatte ich auch. Mein Mann kam auf die glorreiche Idee, im fünfte Monat meiner letzten Schwangerschaft, ich könne noch schnell den Führerschein machen. Tja, jetzt sind die Theorie-Stunden verfallen. 😉

    Ich hatte mir damals immer einen Kaffee mitgenommen, um die Abende zu überstehen. 😀 War so ein Kurs über 2 Wochen mit 3 langen Abenden die Woche. Aber wenn man sich einige der Mitlernenden angehört hat war letztlich auch klar, warum da so viel eher banaler Kram gesagt wird. 😀

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    • pimalrquadrat schreibt:

      Ouuh, ja, glorreiche Idee. 😦
      Hm, ja, ich saß teils auch drin und dachte mir, „klar, das müssen die erzählen, weil XYZ meiner Schüler das sonst garantiert falsch machen würde“, und dann denk ich mir, wie sehr ich doch auf die negativen Seiten fixiert bin. XD
      Jedenfalls war bisher vom Gefühl her alles klar, nur die Fragen werden dann eben tückisch sein.

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      • totallygamergirl schreibt:

        Naja, da sitzen ja auch genug Teenager, die die berühmte Null-Bock Einstellung an den Tag legen. Die können dann teilweise nicht Mal die logischten Dinge ableiten. Ist schon ganz gut so, dort wirklich alles zu erfahren. Gibt ja auch Leute, die nie irgendwie damit in Berührung kommen. Ich hatte zwar vieles vorher schon gewusst, aber nur weil ich ein Bücherwurm bin und generell jegliche Info die ich bekomme aufsauge. Meine Eltern haben nämlich bis heute kein Auto. Auch einen Lappen nicht, wie man so schön sagt. Ergo ist auch nicht viel mit als Beifahrer lernen. 😀 Und dann interessiert es auch nicht jeden Beifahrer, was die Schilder und Co. sagen. Gut in der Theorie lernt man die in der Schule? Wir jedenfalls.

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        • pimalrquadrat schreibt:

          Jupp, das stimmt. Aber für etwas ältere Semester *hust* isses dann teils etwas langatmig.

          Oh, wow, deine Eltern sind cool! 😮
          So hatte ich das nämlich auch mal vor. XD
          Aber klar, wer nicht auf den Kopf gefallen ist, der schafft das. Und die ganz schlechten lernen dann die Fragen auswendig. ^^

          Die letzte Frage versteh ich grad nicht, steh vermutlich nur aufm Schlauch. 😳

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        • totallygamergirl schreibt:

          Meinte damit, bei uns wurden die Verkehrsschilder in der Schule behandelt. Wir haben deren Bedeutung gelernt. Zumindest so viel sollte man also mitbringen? Aber ist ja eh überall anders. 😀

          Ist auch nicht jeder so ein Streber wie ich es war und nimmt überhaupt so Kram mit aus der Schule. Mit im Sinne von passt auf und merkt es sich. 😀

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        • pimalrquadrat schreibt:

          Aaah, ok. Bei uns damals in der Grundschule zum Fahrradführerschein. 😀
          Theorie damals fehlerlos, Praxis… *hust*

          Haha, du nimmst was aus der Schule mit? Du weißt schon, dass Kreide und Schwamm dort zu bleiben haben? 😛 So würden das nämlich meine Schüler verstehen. XD

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        • totallygamergirl schreibt:

          Hm ja, Streber wie ich waren ja total uncool. Wehe man hat im Unterricht aufgepasst oder gar mitgearbeitet. Freiwillig die Hand heben wenn man eine Frage beantworten kann? No Go. 😀 Aber ich hab schon früh angefangen auf die Meinung anderer zu pfeifen und mein Ding gemacht. Ich war immer die doofe Streberin. Man hätte mich ja verprügelt … dummerweise war ich auch ein Sport-Ass. 10 Jahre Gerätturnen 3 – 5 Mal die Woche machen einen fit. xD Ich weiß nicht ob man irgendwen mehr gehasst hat als mich. *g*

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  8. tinatainmentia schreibt:

    Keine Angst, die Abstände kommen schon auch noch. 😛 Und zu deinem Entzücken auch noch die Formeln für Bremsweg und so. Juhu! 😛

    Finde ich mutig, dass du dich da jetzt ranwagst. 🙂 Ich hoffe, es wird dir nicht so schwer fallen. Ich war ja auch nie vom Autofahr-Zauber befallen, ich musste das auch nicht unbedingt haben. Hatte auch sehr großen Respekt, wenn nicht gar Angst. Und trotzdem hab‘ sogar ich das auf die Kette gekriegt, da schaffst du das auch mal eben dicke. 😉

    P.S.: Ich kenne ja Franzosen, die auch keinen Führerschein haben, aber denken, man könne diesen problemlos binnen 3-4 Wochen im Sommer „mal eben so“ machen (2 an der Zahl). *kopfschüttel* *augenverdreh* *gegenwandlauf* Ich bin froh, dass du nicht zu dieser Sorte gehörst. 😉

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    • pimalrquadrat schreibt:

      Dann hab ich was, worauf ich mich freuen kann! 😀
      Ja, mutig ist gut, muss halt sein, nich? 😉
      Ich lass es mal auf mich zukommen. An der Theorie stört mich manchmal noch, dass manche Fragen einfach nur von vornherein fies gestellt sind. Da fall ich noch zu oft rein. ^^‘
      Vrom Fahren hab ich aber, ähnlich wie du, ziemlich Respekt.
      Danke für die aufmunternden Worte, ihc hoffe doch, es zu schaffen. 🙂
      Allein, weil das sauteuer ist. 😦

      Hm, joa, also, 3-4 Wochen ist arg optimistisch. XD
      Ich hab mir erst mal zwei Monate vorgenommen. 5-6 Wochen für die Theorie, und parallel dazu halt die Fahrstunden. Arg viel länger möcht ich aber auch nicht. XD

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      • tinatainmentia schreibt:

        Puh, ähm, nimm’s mir nicht übel, aber da finde ich, dass du auch ein bisschen arg optimistisch bist, wenn du in 2 Monaten wirklich komplett fertig sein willst. Die Theorie in ein paar Wochen, klar, kein Problem. Das ist Lernkram. Aber ich finde doch, dass Fahren lernen Zeit braucht, und man diese Zeit auch geben sollte. Mal abgesehen davon, dass ich auch nicht behaupten würde, dass man mit dem Bestehen eines Führerscheins wirklich Autofahren kann, es ist nachgewiesenerweise ja so, dass das Gehirn viel länger braucht, um z.B. Abstände und Geschwindigkeiten („Reicht das noch?“) etc. richtig abschätzen zu können, und ich weiß nicht, ob man diese Fähigkeiten als Beifahrer so ausgeprägt entwickelt. Ich hätte jedenfalls die ersten 3 Jahre etwa niemals den Satz „ich kann Autofahren“ gesagt, sondern nur „ich habe einen Führerschein“. 😉
        Ich habe damals jedenfalls deutlich länger gebraucht. Klar, ich habe das neben der Oberstufe gemacht, und Terminfindung war auch nicht immer super einfach mit dem Fahrlehrer. Und ich bin zugegebenermaßen auch nicht der praktisch veranlagteste Mensch, den man sich vorstellen kann. Aber ich habe schon in Erinnerung, dass es Zeit gebraucht hatte, bis ich mich wirklich sicher gefühlt habe, sodass ich mir auch vorstellen konnte, bald ohne Fahrlehrer – bzw. generell alleine – durch die Gegend zu cruisen, ohne einen größeren Fehler zu machen.
        Zu schaffen ist es trotzdem. Nur ob in so kurzer Zeit, das wage ich zu bezweifeln. Zumal es glaube ich kontraproduktiv wäre, wenn du dich da stressen würdest. Aber vielleicht bist du auch ein viel größeres Talent als ich und es fällt dir einfach leicht – das soll bei Männern ja öfter der Fall sein (GENDERKLISCHEE! :D). 😉

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        • pimalrquadrat schreibt:

          Ich muss optimistisch sein, ich arbeite mit Deadline, mehr als vier Monate hab ich nicht. XD
          Was die Praxis betrifft, da bin ich bei dir, der Schein alleine reicht nicht, das braucht seine paar Jahre, bis man Sicherheit hat und auch auf unerwartete Situationen gut reagieren kann. Ohne Übung geht da nichts, und ich mach mich da schon drauf gefasst, die erste Zeit eher übervorsichtig zu fahren.
          Aber den Schein selbst brauch ich halt schon vorher, wenn ich z.B. ab September pendeln müsste. ^^‘
          Ich bin, anders als du damals bzw. Schüler allgemein, zeitlich flexibler, und kann im Grunde jeden Vormittag Zeit finden, mit etwas Jonglieren.
          Wird halt anstrengend, da mach ich mir auch nichts vor. Und Stress, naja, wie gesagt, 4 Monate Obergrenze, das sollte locker reichen.
          Schauen wir mal, was passiert, und wie viele Unfälle ich bis dahin bauen werde, ich berichte auf jeden Fall. 😉

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        • tinatainmentia schreibt:

          Ja, Deadline ist natürlich immer doof. 4 Monate klingt für mich aber schon viel eher realistisch, das sollte auf jeden Fall machbar sein. 😀 6-8 Wochen hätte ich jetzt eher knapp kalkuliert gefunden.

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        • pimalrquadrat schreibt:

          Jupp, aber ich hätte ja auch früher anfangen können. XD
          Eben, in 4 Monaten sollte das definitiv machbar sein, aber ich versuche schon, es früher zu packen. Lässt mir dann umgekehrt auch etwas Zeit, falls was schiefgeht. 😉

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