31 Wochen – 31 Filme und Bücher: Woche 20

Tag 20 – Welcher Film hat dich am meisten enttäuscht?

 

Hm, das ist ne tolle Frage! Da gibt es nämlich mehrere, und von allen bin ich enttäuscht worden, und wenn, dann richtig! Fangen wir also an mit der Reise in die Niederungen cineastischer Erlebnisse, ohne die ein kleiner Kreis besser dran gewesen wäre.

 

Transformers 2 + 3:

Keine Sorge, ich habe nicht beide im Kino gesehen, nur Teil zwei (und davor den ersten, der aber noch halbwegs in Ordnung war, ohne gleich einen Preis für das beste Drehbuch zu gewinnen). Teil zwei habe ich mir hauptsächlich deshalb angeschaut, weil ich nicht glauben konnte, dass er wirklich so schlecht war, wie im Netz zu lesen war. Tatsache ist, ich würde eines Besseren belehrt und musste erkennen, dass der Film noch zehnmal schlechter ist! Roboter, die nicht lesen können (ähm, ja, ganz genau), sich wie Schwarze ausm Ghetto anhören und ebenso auftreten, Roboter, die Megan Fox‘ Bein rammeln (ok, das geht gerade noch so durch), Roboter, die ein Skrotum haben, und Roboter, die tatsächlich eine Zunge aus Fleich haben, bei der kein Unterschied zu einer echten erkennbar ist. Ähm, ja, genau. Von den Robotergräbern mal ganz abgesehen, in denen sich ein paar schlafen gelegt haben, um ein wichtiges Artefakt zu verstecken, anstatt zu kämpfen. Dafür tauchen sie aber Mufasa-Style im Himmel auf – im Menschenhimmel.

Teil drei schlägt dem Fass aber den Boden aus und ist sogar noch schlechter, aber darüber verliere ich kein Wort, zumal ich es nicht geschafft habe, länger als 10 Minuten am Stück zu schauen.

 

Der Hobbit. Enough said.

 

Lego. The Movie. Tut mir leid, aber trotz all der guten Ideen, der famosen Darstellung und all den vielen Klötzen, der Witz zieht bei mir einfach nicht. Kein einziges Mal. Im Gegenteil, manche Stellen empfinde ich als dermaßen ge- oder erzwungen „witzig“, dass ich am liebsten mit den Augen rollen würde…

 

Rebuild of Evangelion. 3.33 – You can (not) redo. Oh, wie hab ich auf den Film gewartet, zumal Teil 2.22 einen dermaßen miesen Cliffhanger hatte, der den Puls bis zum Anschlag beschleunigte. Und was war? Dieselben, nahezu identischen Szenen zwischen Shinji und Kaworu, die man schon in der Serie zu Gesicht bekam. Tut mir leid, aber das war für mich eindeutig viel zu wenig. Zumal genau die Entwicklungen, die am Ende von 2.22 angedeutet wurden, nicht ausgeführt wurden, sondern man als Zuschauer nur vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, andererseits trotzt Zeitsprung aber die Charaktere äußerlich gleich geblieben sind. Nene, da muss der nächste Film einiges wiedergutmachen.

 

 

So, und nun zu den Büchern. Auch hier gibt es Enttäuschungen, die sich trotz aller Vorsicht nicht vermeiden lassen.

 

Scott McBain: Der Mastercode. So interessant die Prämisse auch klingt (Computerbewertung von jedem Individuum aufgrund diverser Kriterien, was sich auf dessen Zahlungskraft auswirkt und ähnliche Dinge), so sehr hat mich der Schreibstil enttäuscht. Kaum gescheite Dialoge, Austausch findet – so zumindest mein Leseeindruck nach ca. 150 Seiten – ausschließlich durch indirekte Rede statt, und Spannung kommt schon dreimal nicht auf, dafür aber Langatmigkeit hoch zehn. Vielleicht bekommt das Buch noch einmal eine zweite Chance angesichts der Thematik, die es behandelt, aber auf absehbare Zeit rühr ich das Ding nicht mehr an!

 

Dan Brown: Das Verlorene Symbol. Wer sich mit dem Gedanken getragen hat, das Buch doch noch zu lesen, lasst es bleiben. Es taugt höchstens als Türsteher, und selbst da gibt es bessere Optionen. Und wenn ich noch ein einziges Mal „Noetik“ hören oder lesen muss, werd ich zum Werkreis! 😡

 

George R. R. Martin: A Dance with Dragons. So. Wer keine Spoiler möchte, der lese hier nicht mehr weiter, denn ein bis zwei Kritikpunkte verraten Handlungselemente des Buches bzw. der Serie.

 

Ihr seid gewarnt!

 

 

Gut. Mal ganz davon abgesehen, dass der Tanz mit den Drachen erst ganz zum Schluss stattfindet, und sich Dany einfach nur weiter verrennt und verschanzt und alles in den Sand setzt und damit dafür sorgt, dass sie erst in zehn Büchern nach Westeros gelangen wird, ist es eine absolute Schande, dass mit Jon nun auch noch einer der letzten (meiner) Sympathieträger kurz vorm Exitus steht. Fällt er, gibt es für mich nur noch Tyrion, aber selbst seine Größe reicht nicht aus, um mich dazu zu bewegen, weiterzulesen, denn das bedeutet, mich wieder durch Kapitel mit Arya und Sansa zu quälen (wobei letztere immerhin beginnt, sich zu einer Figur zu entwickeln, die Potential hat. Was nach fünf Romanen auch mal an der Zeit wäre. *hust*). Und sollte Jon überleben – wovon ich ausgehe, da gibt es nämlich noch viel zu viel aufzudecken, was seine Herkufnt betrifft – dann kann man davon ausgehen, dass sich die Handlung wieder um etliche Hundert Seiten ziehen wird, bis er wieder ansatzweise in der Position ist, auch nur etwas die Geschicke von Westeros beeinflussen zu können. Und unterm Strich habe ich beim Lesen gemerkt, wie sehr ich abgestumpft bin. Die Gräuel, die Theon zustoßen, kümmern mich kaum noch, weil Theon keine Sympathien weckt. Brans Handlung ist noch mit am interessantesten, aber kommt ebensowenig voran wie Martin mit dem Schreiben, weshalb ich ehrlich gesagt wenig vom nächsten Teil der Reihe erwarte.

 

 

 

 

 

 

So, das wären so meine Enttäuschungen, und vermutlich habe ich die ein oder andere darunter noch vergessen, macht aber nichts. Wie schaut es bei euch aus, von welchen Filmen, Büchern oder Serien wurdet ihr (zuletzt) enttäuscht? Und wann ist bei euch die Schmerzgrenze erreicht, ab der ihr die Qualen beendet und zu etwas anderem übergeht?

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6 Antworten zu 31 Wochen – 31 Filme und Bücher: Woche 20

  1. Frau Argh schreibt:

    Bei Transformers und dem Hobbit bin ich voll deiner Meinung…argh! Lego hab ich nicht gesehen…

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  2. Sylana schreibt:

    Hallo, Schönen Start ins WE, ebenfalls!
    (Ich hatte nen klassischen Fehlstart, ist ne lange Geschichte! Und in ein paar Tagen find ich die bestimmt auch saukomisch!)

    Filme, ja, doch, kann ich wohl nicht objektiv sein. Die von Dir Genannten kenn ich alle nur dem Namen nach, und anscheinend hab ich ja auch nix verpasst. 🙂
    Bücher, da schließ ich mich der unendlichen Geschichte, pardon, Thronfolgefindung in Westeros an. So genervt hat mich noch keine Serie, wobei, so ganz leise beginne ich hier zu denken, das das für mich der erste Fall werden könnte, wo die Filme besser sind als das Buch.
    Hier treibt für mich der Kommerz mehr als seltsame Blüten, also wenn der gute George so weitermacht, WILL das Ende keiner mehr wissen….und ich denk manchmal, das der selber nicht mehr weiß, wo er hinwill.
    Mittlerweile dreht sich ja soviel um Nebenfiguren, dass bei den Hauptfiguren nix mehr vorwärts geht. Ich mein die Kapitel von Jon, Tyrion; Arya und Sansa sind ja noch halbwegs spannend, aber der Rest wird immer unübersichtlicher.
    Was mich an den Büchern auch nervt: Die aufgeführten Personen am Ende.Hundert Seiten Personal! Und die Meisten davon haben schon auf unterschiedlichste Weise den Löffel abgegeben.
    Ich erinnere mich an „Die Brüder Karamasov“, bei den russischen Romanen hab ich schon immer gedacht, die auftretenden Personen nehmen kein Ende, aber es scheint, das war noch harmlos…
    Bis bald!
    Sylana

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    • pimalrquadrat schreibt:

      Danke! 🙂
      Ohje, hört sich nicht so toll an… 😦

      Nene, bei den Filmen hast du garantiert nichts verpasst! 😉
      Ich befürchte auch, dass sich Martin – ähnlich wie Robert Jordan beim Rad der Zeit – verzettelt hat und nun bei all den (Neben-)Figuren nicht mehr weiß, auf wen es ankommt, und, wichtiger, was eigentlich die Geschichte ist, die er erzählen will. Und da sein schreibtempo eh nicht sehr hoch ist, naja.
      Haha, ja, genau das, die Stammbäume und so sind nett, aber es wäre halt schon besser, nicht zu jeder dieser Figuren auch die entsprechende Geschichte noch erzählen zu wollen, weil das kein Ende nehmen wird… Robert Jordanaht in seinen Büchern insgesamt 6.000 Figuren namentlich erwähnt – manchmal mit mehr als nur einem Namen pro Figur – und ich hoffe, dass Martin es nicht so weit treiben wird!

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