Life is Strange – und ich bin verwirrt

Am Dienstag erschien die dritte Episode von Life is Strange, einem meiner Gaminghighlights des Jahres. Ja, ich weiß, dass es dafür noch ein wenig früh ist, aber es ist einfach ein außergewöhnliches Erlebnis. Und nach dem mitreißenden und aufwühlenden Ende der zweiten Episode war ich ziemlich gespannt darauf, wie es weitergehen würde.

Achtung, kleinere Spoiler warten auf euch, auch wenn ich den Teufel tun werde, auch nur einen größeren bzw. wichtigeren Moment der Handlung vorwegzunehmen.

 

Da, wo Episode 1 den Grundstein legt, Maxines Fähigkeiten etabliert und einen kurzen Einblick in die diversen Mysterien gewährt, wo Episode 2 dazu dient, Maxine und ihrer Jugendfreundin Chloe ein wenig mehr Raum zu geben und die Grenzen der Zeitmanipulation auszuloten sowie den Spieler völlig umzuhauen, dient Episode 3 einem anderen Zweck. Man erlebt hier einige sehr intime Momente zwischen Max, dem Charakter, den man im Spiel steuert, und Chloe. Sie schaffen es nicht nur, ihre alte Freundschaft wieder aufzunehmen, nein, in Episode 3 erhält man auch einen Einblick darin, wie nahe sich die beiden stehen, man erhält Einblicke in Chloes Persönlichkeit, in ihr Verhältnis zur verschwundenen Rachel Amber. Gleichzeitig erhält Max die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, an Tiefe zu gewinnen und eine neue Seite an sich selbst zu entdecken. Das hat nicht nur mit den ersten Spielminuten zu tun, in denen sie sich am betrunkenen Schulleiter vorbeischleicht, um in dessen Büro einzubrechen, nein, es zieht sich durch jeden Augenblick dieser Episode. Mehr und mehr wandelt sie sich und gewinnt an Ecken und Kanten, egal, ob sie sich mit Chloe unterhält (DIESE eine Szene konnte ich gar nicht anders ausgehen lassen, weshalb Maxine in meinem Spielerlebnis diese „neue“ Seite an sich deutlich stärker aktiv einnimt), mit Nathan (das Gespräch gewährt einige Informationen sowohl über ihn als auch über Rachel) oder mit Frank, dem örtlichen Tunichtgut, abgibt.

Und erneut finden sich kleine Hinweise und Andeutungen, was denn nun mit Rachel geschehen sein mag, wer etwas davon weiß oder sich merkwürdig benimmt. Nichts scheint so zu sein, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Zugleich schwebt über all dem drohend das, wovon Max bereits in Episode 1 träumte, bzw. noch viel Schlimmeres. Ich will nichts verraten, aber wer beim Spielen ein wenig die Augen offenhält, der wird verstörende Dinge sehen. Besonders, nachdem Max ein ganz bestimmtes Ereignis abändert…

Und hier kommen wir auch schon zum titelgebenden Geschehen: Nachdem Maxine etwas tut, was eigentlich nur gut gemeint war, ändern sich – ganz dem Titel „Chaos Theory“ der dritten Episode entsprechend – unglaublich viele Dinge. Dinge, dich ich verstörend und verwirrend zugleich finde, die nur noch weitere Fragen aufwerfen, und zwar nicht nur innerhalb der Erzählung, sondern auch außerhalb. Ich als Spieler frage mich, wie es nun weitergehen kann, ob Max diese Entscheidung so beibehält, oder wieder abändert. Was diese Entscheidung für Konsequenzen im Fall Rachel Amber haben wird. Und wie Dontnod all dies in den nächsten zwei Episoden zusammenführen wird. Nicht zuletzt auch deshalb, da der Teaser für Episode 4 ziemlich umwerfend war und ein Element vom Anfang der Episode aufgreift.

Puuh. Schwer, mehr zu schreiben, ohne groß zu spoilern, was ich nicht möchte. Das Spiel muss man – ähnlich wie Heavy Rain, welches ich gerade parallel spiele – selbst erleben. Und es gibt erneut unglaublich viele kleine Details, Entscheidungen en masse – ich habe dieses Mal tatsächlich zwei Entscheidungen gar nicht erst entdeckt, so sehr war ich auf andere Dinge im Spiel fokussiert! – und vage Vorahnungen, dass etwas ganz und gar nicht stimmt in Arcadia Bay. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergehen wird und kann Episode 4 kaum erwarten!

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9 Antworten zu Life is Strange – und ich bin verwirrt

  1. Schlopsi schreibt:

    Du weiß wie man einem ein Spiel schmackhaft macht… sagte ich das bereits? 😉

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Are you cereal? | pimalrquadrat

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