Blogparade: Die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien

Blogparade, check. Film und TV, check. Singende Lehrerin, check. 😀

 

Ich finde mehr und mehr Gefallen daran, an den Blogparaden der singenden Lehrerin teilzunehmen, nicht zuletzt, da ich dabei immer wieder tief in die eigene Vergangenheit abtauchen kann. Und dieses Mal tauche ich ziemlich tief ab, um die Intros meiner Lieblingsserien aufzutreiben. Wer dies hier gelesen hat, weiß, welches Risiko dies für mihc und meine Zeit birgt.

Honorable Mention 01: Ein Colt für alle Fälle

Ich habe keinerlei Erinnerungen an die Serie selbst, ich hab sie seit meiner kleinsten Kindheit nicht mehr gesehen, aber das Intro bleibt eine feste Erinnerung, unverrückbar. Das Bild vom Jeep, der über die Kreuzung/den Bus springt, hat meine jugendliche Phantasie jahrelang beflügelt. (Fun fact: Ich hatte – habe sicher noch, irgendwo im Keller – ein kleines Spielzeugauto, das genau so ein Geländewagen war ist und habe damit genau diese Szene in unendlichen Variationen nachgespielt). Die Musik selbst hat für mich etwas unglaublich Cooles, Entspanntes. Trotz aller Geschehnisse bleibt unser Held, der im Intro von seinen Abenteuern singt, ruhig, entspannt und nimmt es mit Humor.

Honorable Mention 02:  Knight Rider

„Er kommt. Knight Rider. Ein Auto. Ein Computer. Ein Mann.“

Ich kann das noch immer mitsprechen, auch nach all den Jahren. Ich habe diese Serie geliebt, und KITT hat noch immer einen besonderen Platz in meinem Herzen. Und Michael Knight erst! Ein Held mit blonden Locken, genau wie ich! (Ignorieren wir bitte, dass meine Haare damals viel, viel heller waren, und meine Locken nicht annähernd so cool, aber trotzdem!) So ist es auch kein Wunder, dass ich hier drei, vier Hörspiele habe, dass KITT zusammen mit dem DeLorean mein absolutes Traumauto ist. Tja, zur Serie selbst muss ich nichts mehr sagen, für mich bleibt sie ein Eckstein meiner Jugend.

Sowie Patricia McPherson, meine erste TV-Liebe, hachja. ❤

Honorable Mention 03: Wunderbare Jahre

Leider, leider, leider, habe ich die Serie nie gesehen. Damals hatten wir nur einen Fernseher, und zu der Zeit, als das auf RTL2 lief, hatte ich kein Fernsehrecht mehr, da musste ich zurückstecken. So kommt es, dass ich nur die letzten zwei, drei Folgen gesehen habe. Und die haben mich tief beeindruckt. So sehr, dass ich alle paar Wochen nachschaue, ob die Serie endlich mal auf DVD erscheint – was in den USA ja der Fall ist – da ich sie mir direkt kaufen würde. Die paar Ausschnitte, die ich auf Youtube sehen konnte, lassen nämlich auf eine einzigartige Serie schließen.

 

Und nun zum schweren, schweren Teil, nämlich den Top 10.

 

10. Captain Future

Ohne Worte, passend zum Intro.

09. Odysseus 31

Was passiert, wenn man die Odyssee ins 31. Jahrhundert versetzt? Richtig, eine ziemlich gute Serie. Der Text des Intros passt zwar nicht so ganz, aber Musik und Gesang minus Text sind doch sehr gut. Und man bekommt Raumschiffe, Weltraumschlachten und einen kleinen Roboter geboten! 😀

Soweit ich mich erinnere, war die Umsetzung auch ziemlich gut, sprich, viele Episoden der Odyssee wurden umgesetzt. Somit hatte man als Zuschauer ideale Voraussetzungen, um sich für das Original zu interessieren. Natürlich geht dabei auch einiges verloren, aber hey, Homer für Kinder, das ist doch mal was!

Leider gibt es die Serie auf Deutsch (noch) nicht auf DVD, was schade ist, da ich die deutsche Synchronfassung in guter Erinnerung habe. Dafür sitzen eben die französischen DVDs bei mir.

08. Eine fröhliche Familie

Für den Ton:

Für das Intro – ohne Ton abspielen:

Literarische Umsetzung des Klassikers Little Women von Louisa May Alcott. Sehr ernste Thematik, nämlich die des Bürgerkrieges. Die vier Schwestern Meg, Jo, Beth und Amy, leben mit ihren Eltern in Gettisburg, als der Krieg sie erreicht und zur Flucht zwingt. Sie finden zunächst Unterschlupf bei Verwandten, und müssen sich dann auf eigene Faust durchschlagen, die Familie zusammenhalten und ihre eigenen Wege finden, zwischen jugendlichen Träumen und Hoffnungen („Wenn man ein Kind ist, möchte man wachsen…“), und dem bitteren Ernst des Lebens („Schön war die Zeit, aber nicht immer leicht“). Und leider ist dieser sehr bitter, eine Stelle hat mich ganz besonders mitgenommen. Eine Serie, die zeigt, wie anspruchsvoll Animationskunst sein kann – und wie anspruchsvoll „meine“ Fernsehjugend glücklicherweise war.

07. Die Schatzinsel

Und noch eine literarische Umsetzung. Schöner Rhythmus, Text, den man mitsingen kann wie ein Seemannslied, und eine ziemlich gute Umsetzung des Ausgangstextes.

06. Galaxy Rangers

Was soll ich noch dazu sagen? Viel Text, der die Hintergrundgeschichte zusammenfasst, kantiger, typisch amerikanischer Zeichenstil, der zu den kantigen Charakteren passt, kurze Sequenz, in der das Viererteam präsentiert wird, zusammen mit ihren besonderen Fähigkeiten. Eine doch ernstere Handlung rund um den Raub von Menschen, damit eine Königin unsterblich bleiben kann, und um Zacharias Foxx, der seine so verschwunden Frau retten möchte. Und die Folgen mit der Vogelscheuche lassen mich heute noch schaudern, weniger wegen dessen, was gezeigt wird, sondern weil ich die Idee dahinter wirklich gruselig finde.

05. Robin Hood

Robin Hood ist einer meiner Lieblingshelden, also ist es auch kein Wunder, dass der hier auftaucht. Das Intro mishct gut Szenen aus der Serie mit solchen, die nur für das Intro gezeichnet wurden, und untertsreicht die im Laufe der Seire zunehmend mystische Handlung rund um Marian. Und natürlich, der Text selbst gibt vor, was wirklich wichtig ist: Freundschaft, Zuverlässigkeit, Versprechen werden eingehalten und Armen wird geholfen. Nicht umsonst wollte ich früher immer so werden.

04. Lady Oscar

Dieses Intro hat Power. Die Bilder sind ein tolles Spiel mit dem japanischen Originaltitel „Die Rosen von Versailles“, der Text singt ein nicht unverdientes Loblied auf Oscars Fähigkeiten, die denen vieler Männer weit überlegen sind. Oscar selbst lebt zur Zeit Marie-Antoinettes, im Vorfeld der französischen Revolution, und wird von ihrem Vater wie ein Mann erzogen, da er keinen Erben hat. So dreht sich einiges um das Spannungsfeld, in dem sie sich befindet, was auch gut durch den Introtext wiedergegeben wird. Dazu kommt eben der Hintergrund, der doch ziemlich gut recherchiert ist (ja, vermutlich schütteln etliche Geschichtslehrer den Kopf, aber als Anknüpfungspunkt für den Unterricht sicher nicht schlecht), und der Handlung Gewicht verleiht.

03. Ein Super Trio

Jaja, „nachts sind alle Katzen grau“. Unvergessen die Nachmittage der Grundschulzeit, um die Abenteuer der drei Kisugi-Schwestern Hitomi, Nami und Love zu verfolgen. Heutzutage würde man vielleicht von „girlpower“ sprechen, damals waren sie einfach nur schlau, gewitzt, und hatten deutlich mehr drauf, als die Polizei (gut, heute gälte das noch immer). Liebenswerte Charaktere, und ein Intro, das den Ton angibt: Nachts über die Dächer springen und fliegen, einbrechen, und nicht erwischt zu werden. Wenn man weiß, dass Hitomi mit einem Polizisten verlobt ist, wird die ganze Sache nur umso prickelnder. Und, wie ich vor ein paar Monaten festgestellt habe, die deutsche Synchro hat sich sehr gut gehalten und ist kaum gealtert – was man von der Technick, die die Mädels einsetzen, nicht unbedingt sagen kann. Aber so waren sie eben, die 80er.

02. Les Chevaliers du Zodiaque / Saint Seiya – Zweites Intro

Hachja, die Serie hat mein Interesse an Mythologie und Rüstungen geweckt. Und das zweite französische Intro, das war lange Zeit eine meiner wenigen Erinnerungen an die Serie, da sie, mit dem Verschwinden von TF1 aus dem Kabelnetz 1992 oder so – auf den Sendeplatz kam damals RTL2, was durch einige gute Serien dann wieder halbwegs ok war – nicht mehr zu sehen war. Ja, das war eine Zeit vor Internet, Youtube, DVDs und co. Der Liedtext passt wie die Faust aufs Auge zu unseren fünf Helden: „Erfülle deine Pflicht mit Leidenschaft, richte deinen Blick auf den Horizont…“. Kämpfen bis zur Selbstaufopferung für die gerechte Sache und für seine Freunde, das waren ihre Ideale. Und ich glaub, ich hab einiges davon aufgesogen.

01. Saber Rider and the Star Sheriffs.

Gibt es nichts dran zu rütteln, mein absoluter Favorit. Hilft gegen schlechte Laune, lä#sst mich mitsingen – naja, -grölen, und die Gitarren, die Gitarren! ❤

Die Serie selbst bietet all das, was das Intro bereits verspricht: Roboterpferd, dreiachsiges Rennfahrzeug (wir wissen alle, dass vier Räder deutlich langsamer sind als sechs!), Laserpistolen, ein riesiger Roboter, Ramrod, Cowboys im Weltall, wie kann man da nicht mitgerissen werden? Und die Helden – Fireball, Saber, Colt und April (Französin, jahaa! 🙂 ) – sind einfach nur cool. In einer unterhaltsamen Mischung aus leichteren und komplexeren Handlungssträngen, und mit einem furiosen Finale (Ich sage nur „Jessie Blue und der blaue Kobalt Blaster“!), das genau zum ebenso furiosen Intro passt, wird man doch ziemlich gut unterhalten – egal, ob 5 oder 25 Jahre alt.

Durch die unglaublich gute Synchronisation lässt sich Saber Rider noch heute anschauen, und hat in Deutschland wohl die größte Fangemeinde überhaupt, schließlich sind nur hier auch wirklich ALLE Folgen erhältlich, und nicht nur die 52, die ausgestrahlt wurden. Sondern auch die, die damals für zu brutal befunden und bei der Synchronisation ins Amerikanische zurückbehalten wurden. Unnötig zu erwähnen, dass ich alle hier habe. 😉

 

Tja, das waren sie, meine Top 10 der Serienintros. Was auffällt, sind viele Serien, um richtig „gute“ Charaktere, wenn nicht sogar um Gesetzeshüter. Man mag dazu stehen, wie man will, doch ich hab lieber das, als ein (Kinder-)Fernsehen, bei dem sich alles nur darum dreht, Unfug anzustellen und möglichst viel von sich selbst darzustellen (was komisch anmutet, da mein Blog ja auch nichts anderes ist, aber ich bin, im Gegensatz zu heutigen Kindern, immerhin (ein wenig) selbstreflektiert), und ein paar Namen, die wiederkehren: Michi Himeno und Shingo Araki. die an den Animationen von Saint Seiya, Odisseus 31 und Lady Oscar beteiligt waren bzw. für das Charakterdesign verantwortlich waren.

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20 Antworten zu Blogparade: Die 10 besten Vorspanne von Fernsehserien

  1. Wortman schreibt:

    Captain Future… cool 🙂
    Ein paar Sachen kenne ich noch gut…

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  2. Marille Gruenblatt schreibt:

    Da finde ich es nachträglich fast schade, als Kind quasi ohne Fernseher aufgewachsen zu sein… ich kenne gar nichts davon 😦

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    • pimalrquadrat schreibt:

      Ein paar davon sind sehr sehenswert, und viele gibt es auf DVD, manche auf BluRay. Es lohnt sich, mal reinzuschauen. 🙂
      Ich finde eben, dass man einen riesigen qualitativen Unterschied erkennt, wenn man mal vergleichsweise das heutige Programm anschaut. Schade eben.

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  3. singendelehrerin schreibt:

    Ich wusste doch, dass ich von dir eine völlig andere Liste erwarten konnte! 😉 Wobei schon die Frage ist, ob du von der selben Prämisse ausgegangen bist wie ich, da du in der Einleitung schreibst: „um die Intros meiner Lieblingsserien aufzutreiben“. Es ging ja eigentlich nicht um die Lieblingsserien, sondern um die besten Vorspanne – das muss sich ja nicht immer überschneiden. Ich würde z. B. „Buffy“ als eine meiner absoluten Lieblingsserien bezeichnen, der Vorspann aber hat es nicht auf meine Liste geschafft.

    Von deiner Top 10 kenne ich nur „Captain Future“, ich habe einfach nie so viele Zeichentrick-/Animeserien geguckt. Aber ich finde, ehrlich gesagt, all die Intros ziemlich kitschig. Ist vielleicht anders, wenn man diese Serien geliebt hat. 😉

    Deine „Honorable Mentions“ habe ich auch nie wirklich geschaut. Klar, wusste ich von „KITT“, aber damals fand ich (sprechende) Autos nicht besonders interessant… (da stand ich – klassisch – doch mehr auf Pferde 😉 ) 😀

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    • pimalrquadrat schreibt:

      Ja, ich geh eben einen sehr eigenen Weg! :mrgreen:

      Oh, ich würde schon sagen, dass ich die Intros mag – es ist nur so, dass ich so viele kenne, und so viele auch heute noch toll finde, ungeachtet ihrer Kitschigkeit, dass mir die Wahl schwer fiel. 😉
      Und sie erfüllen soweit ihren Zweck: Einstimmung auf die folgenden 22 Minuten, auf Action und Abenteuer, eventuell noch kurze Zusammenfassung des Ausgangspunktes. Und natürlich spielt da Nostalgie auch eine Rolle, will ich gar nicht bestreiten.

      Übrigens tue ich mich schwer damit, Intros zu „erwachsenen“ Serien zu mögen. Ich weiß, dass in den Kommentaren bei dir jemand „Person of Interest“ reingebracht hat. Ich finde diese Serie großartig, aber für mich ist das Intro eben ziemlich lahm. Ähnlich bei BBT: Songtext ist ganz gut und halbwegs passend, aber es hat halt nix mit der Serie zu tun, außer, dass es irgendwie um Wissenschaft geht. Aber ich schau ja auch, im Gegensatz zu dir z.B., sehr viel weniger „reale“ Serien mit Schauspielern. Da merkt man schon einen anderen Focus auch in den Intros.

      PS: Kein KITT?! Da sind wir beide wohl wirklich sehr klischeehaft, Pferde vs. Autos. XD

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      • singendelehrerin schreibt:

        Yep, als Kind war ich schon recht klischeehaft, hab mit Puppen gespielt, stand auf Pferde und bin auch ein paar Jahre geritten… Inzwischen ist es mir lieber ein Auto vor der Tür als ein Pferd im Garten stehen zu haben! 😉

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  4. chaosmacherin schreibt:

    Und mit großem Schwung klatschst du mich volle Kanne in meine Kindheit 😀 Richtig gut! Lady Oscar, eine fröhliche Familie, Die Schatzinsel, Ein Super Trio… hach wie schön 🙂

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  5. Stepnwolf schreibt:

    Yes. Captain Future. Definitiv ein großartiges Intro. 🙂

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    • pimalrquadrat schreibt:

      Einfach zeitlos, oder? Und während das französische Intro auf 80er-Parties und teilweise auch in Discos gespielt wird, hat die deutsche Variante eine Form von poetischer Nüchternheit durch die Mischung von Meldoie und, naja, „Gesang“.

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