Return of the Pupil

Nachhilfe, 17 Uhr. Der erste Kurs für heute ist vorbei, die Schüler machen sich auf den Weg nach Hause, ich schalte kurz gedanklich auf Durchzug, damit ich die nächsten 90 Minuten durchstehe. Ein Kopf erscheint zaghaft im Türrahmen, und eine Stimme fragt, zaghaft, schüchtern, leise: „Bin ich heute bei Ihnen?“

 

Wer ist da wieder aufgetaucht? Richtig, das Mädel, das einem Nachhilfelehrer übersinnliche und übernatürliche Fähigkeiten zugetraut hat – und überhaupt, wer macht schon freiwillig Mathe, der muss doch einen Schaden und/oder ein Genius des Bösen sein. Oder so ähnlich.

 

Auf jeden Fall taucht sie also auf, über eine Woche ist seit dem letzten Mal vergangen. Eine Woche, in der weder sie noch ihre Eltern telefonisch erreichbar waren. Und das, nachdem sie so Panik geschoben hatten, und auf baldigste/sofortige Klärung der Vorwürfe (man erinnere sich: ich würde den Mathelehrer in der Schule kontaktieren und so) drängten.

 

Naja, wie dem auch sei, es wurden sehr langweilige 90 Minuten. Die andere Schüler waren soweit beschäftigt, das Mädel hatte ein paar Aufgaben, und ich? Ich hab an mich gehalten, bzw. den Mund gehalten. Auch wenn es mir schwer fällt und schwer fallen wird, aber Späße sind in dieser Gruppe erledigt.

 

Und wer meint, die Geschichte wäre hier zu Ende, der irrt. Denn zum nächsten Termin, tjoa, da tauchte sie – wer hätte es gedacht? – mal wieder nicht auf. Hurra!

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