In eigener Sache

Momentan geistert ja ein Gespenst durch die Weiten des Internets. Ein Gespenst, das nicht etwa aussieht wie die Bundesmutti und „Ihr Kinderlein kommet“ singt – schreckliche Vorstellung, wie will man da noch Weihnachten feiern? – oder wie Beweise in den Fällen Skripal und Duma. Nein, das Gespenst sieht auf den ersten Blick harmlos aus und besteht nur aus Zeichen, Buchstaben, Worten. Doch die haben es in sich.

Ich schreibe von der DSGVO.

Einige Blogger schreiben bereits darüber, wie sie diese umtreibt – etwa Herr Mess oder Vro – und das, was ich mir so angelesen habe, sorgt gelinde gesagt für Bauchschmerzen. Was da alles zu beachten ist, wie leicht es sein wird, irrsinnig viel Geld dafür auszugeben, um auch wirklich ja auf der sicheren Seite zu sein, was das Hobby Bloggen letztlich untragbar macht, nur, damit nicht irgendein drittklassiger Winkeladvokat daraus Profit schlagen kann (dass sie es bei allem und jedem versuchen werden, ist geschenkt. Manchmal denke ich mir, solche Verordnungen sind Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für all die miserablen Juristen, die keinen Platz in der Politik gefunden, aber trotzdem gute Beziehungen in selbige haben) und mich in den Bankrott treibt.

Noch viel mehr Kopfschmerzen als die eigentlich zu beachtenden Formalien bereitet mir der Umstand, dass ich als WordPress-Nutzer nun nicht gerade viele Einflussmöglichkeiten darauf habe, was hier gespeichert wird und was nicht, bzw. dass das gerade der Grund dafür ist, den Blog nicht selbst zu hosten. Eine einfach zu bedienende, unkomplizierte, kostenlose Lösung, um nur hier und da ein bisschen Gedankensalat zu fabrizieren, ohne auf jeden Kleinkram achten zu müssen.

Das ist nun aber nicht mehr möglich. Und für mich ist nicht absehbar, ob es überhaupt wieder möglich sein wird. Das hängt primär davon ab, ob und inwiefern WordPress hier Lösungen bietet bzw. das dann eben selbst umsetzt. Mag sich vielleicht wie eine faule Ausrede anhören, aber mal ehrlich: Genau darum sind wir doch hier, oder? Aus Faulheit, eine Seite selbst zu hosten, die technischen und administrativen Tätigkeiten selbst zu übernehmen und alle Jubeljahre wieder irgendeinen Passierschein a38 umsetzen zu müssen.

 

Aus diesem Grund werde ich voraussichtlich zu Beginn des kommenden Monats den Blog erst einmal auf privat schalten und abwarten, was sich tut. Wenn sich die Wogen wieder geglättet haben, WordPress eine Lösung bietet und die Abmahnanwälte ein neues goldenes Kalb gefunden haben, wird es auch hier weiter gehen.

Bis dahin aber bin ich nur noch als Leser unterwegs.

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Bisschen schade

Hui, in letzter Zeit war hier wenig los. Zwischen fehlender Zeit, fehlendem Fingerspitzengefühl, fehlenden Themen und meiner Unfähigkeit, gesellschaftliche Gegebenheiten zu akzeptieren, an denen ich sowieso nichts ändern kann, oder zumindest schweigend zur Kenntnis zu nehmen, haben mir sowohl Motivation als auch Freude am Bloggen gefehlt.

Etwas, das man auch daran erkennen konnte, dass ich kaum zum Kommentieren, geschweige denn Lesen all der Blogbeiträge gekommen bin, die in letzter Zeit erschienen. In den kommenden Wochen sollte sich das etwas entspannen und entzerren, sodass dafür wieder mehr Zeit ist. Und vielleicht ergibt sich auch mal wieder der ein oder andere Beitrag.

Vielleicht auch wieder welche, die mit größerer Freude gelesen und kommentiert werden. Natürlich schreibe ich nicht primär darum, gesehen zu werden oder gar zum neuen Influencer aufzusteigen, der dann Hotels dumm von der Seite anmacht, wenn sie einen nicht kostenlos übernachten lassen wollen. Aber der Austausch hier fehlt mir. Das ist sicherlich auch auf meinem Mist gewachsen, denn bei meiner Themenwahl hatte ich zuletzt definitiv kein Glück.

Seis drum. Solange ich Spaß am Schreiben habe, geht es hier weiter.

 

Was ich davon abgesehen schade finde, ist etwas, was mir in letzter Zeit häufiger auf Blogs und/oder (halb-)professionellen Webseiten begegnet. Da erkundigt sich jemand, den ich gerne lese, danach, welche Themen oder welche Schwerpunkte besonders gut waren bzw. sind, oder welche künftig vielleicht mehr in den Fokus rücken sollen. An und für sich ja eine gute Sache, denn gerade bei vielseitig interessierten Leuten bestehen ja mehrere Felder, in denen sie sich auskennen und über die sie schreiben mögen.

Was ich daran aber nicht verstehe, ist folgendes: Wenn man Infos über die Orientierung seiner Webseite oder seines Blogs möchte, oder auf Themensuche ist, warum platziert man dies nicht genau an dem Ort, an dem sich doch seine Leser hauptsächlich tummeln?

Ich mein, es ist verständlich, dass man weitere Kanäle wie Zwitscher oder das F-Buch oder Instantkilo nutzt. Gerade, wenn man seinen Leserkreis erweitern möchte, macht das Sinn und erlaubt es, Kreise anzusprechen, die vielleicht nicht oder nur selten auf Blog oder Homepage unterwegs waren.

Aber in meinen Augen ist das nur ein Plus, ein zusätzlicher Bereich, aus dem man sich Feedback holen kann. Denn der bereits existierende Leserkreis, also die Leute, die ja schon da sind, haben vielleicht auch Ideen und Anregungen, und was liegt näher, als diese genau über das Medium mitzuteilen, über welches man überhaupt erst in Kontakt kam?

 

Das heißt nicht, dass ich einem Blogger, Autor, Künstler, whatever, reinreden mag, wie ersiees seine Seite zu gestalten oder zu verwalten hat, oder gar, wie man sich seinen Leserkreis zusammenstellt oder erweitert. Ich finde es nur schade, dass dann Leser wie ich es einer bin – also ohne social-media-Präsenz – vollkommen ausgeschlossen sind.

Klar, man kann natürlich auch den Standpunkt vertreten, dass Leute wie ich besser gar kein Feedback abgeben. Dennoch finde ich es schade.

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Erinnerungen eines Gamers, Teil VII: Alien, Fusion, no crawling

Sicherlich kennt so ziemlich jeder das Alien-Franchise, zumindest dem Namen nach. Gruselige Stimmung, schier übermächtige Alienviecher, die man kaum erledigt bekommt, und nur eine einzige Person, die sich denen in den Weg stellen kann. Ellen Ripley.

Was vermutlich deutlich weniger wissen – abgesehen von Zockernaturen – ist, dass damals, anno weltwarnochschön – eine Videospielserie entstand, die als Vorbild, was Setting, Hauptfigur und Gegner das Alien-Franchise zum Vorbild hat: Metroid.

Als Samus Aran stellt man sich allein einem Planeten voller aggressiver Lebewesen auf der Jagd nach dem titelgebenden Alien, welches eine Bedrohung für die ganze Galaxie sein könnte. Da klingelts doch, oder? 😉

Es war Anfang der 90er, als wir uns Metroid auf dem NES ausgeliehen hatten. Für mein damaliges Ich ein sehr düsteres, einschüchterndes Spiel, in dem man sich nur zu leicht verlaufen konnte, welches brutalst schwierig war, und bei dem ich immer nur zusehen wollte. Zu schwer für mich. Nebenbei bemerkt: Ich finde es heute immer noch ziemlich schwer.

Ich erinnere mich nur noch halb daran, wie mein Vater das Spiel beenden konnte und den Endgegner – Mother Brain – bezwang.

Danach sollten Jahre vergehen…

Bis ich Anfang der 00er-Jahre für meinen treuen GameBoy Advance Metroid Fusion erwarb. Ich war ja mittlerweile älter, cooler (bin ich immer noch) und ein besserer Gamer als je zuvor, und außerdem reizte es mich, selbst als Samus Aran auf Metroid-Jagd zu gehen. Allein schon die düstere Stimmung, inmitten einer Raumstation, zu der der Kontakt abgebrochen war, erzeugte ein Kribbeln bei meinem jüngeren Ich.

Das Spiel selbst war eine ziemliche Offenbarung. Spieltechnisch einwandfrei, beeindruckende Pixelgraphik gepaart mit einem phantastischen Gameplay und einer absolut narrensicheren Steuerung wussten mich zu begeistern. Dazu kam, quasi als Metroid auf dem Weltraumpiraten, dass die Atmosphäre und Handlung genau den Nervenkitzel zu erzeugen wussten, den auch die Alien-Filme erzeugen können. Durch den schier übermächtigen Gegner SA-X, durch stark eingeschränkte Fähigkeiten – was ja zur Spielreihe gehört, hier aber sehr gut in die Geschichte eingebunden wurde – und das ständige Gefühl, auf einer Raumstation zu sein, die hinter jeder neuen Tür tödliche Gefahren bereithalten könnte, wirken bis heute nach, weshalb ich Metroid Fusion in sehr guter Erinnerung habe. Trotz schweißnasser Hände angesichts der Spannung und Schwierigkeit.

Zugleich musste ich genau wegen dieser mehrfach fluchen, denn manche Passagen waren – und sind es vermutlich noch immer – ziemlich knackig. Und manche Upgrades entziehen sich auch heute noch meinen Fähigkeiten, weshalb ich von einem zu 100% beendeten Spiel nach wie vor meilenweit entfernt bin.

Seitdem habe ich nahezu jeden Teil der Serie gespielt, es steht nur Metroid Prime 2: Echoes aus. Bei dem fehlt bisher irgendwie immer Zeit und/oder Lust. Aber erst letztes Jahr konnte ich endlich den zweiten Teil im Remake Metroid 2: Samus Returns spielen. Ich gestehe freimütig, ich mag den Erkundungsteil sehr, aber ohne Karte, anhand derer ich mich orientieren könnte, fehlt für mich dann doch der Spielkomfort. Dennoch sind Metroid und Metroid 2 in ihren ursprünglichen Formen wahre Meilensteine der Videospielgeschichte, was bis heute in der Bezeichnung des Genres Metroidvania – Portemanteau aus Metroid und Castlevania – nachwirkt.

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Wo endet der Irrsinn?

Vermutlich nirgends, denn schon Einstein vermutete, dass nur zwei Dinge unendlich seien, und bei einem davon war er sich sicher. Menschliche Dummheit scheint wirklich keine Grenzen zu kennen.

Wenn jetzt Alexa dafür gefeiert wird, dass sie sich selbst als „Feministin“ bezeichnet und sich nicht mehr beleidigen lässt – yay, nimm das, du schweinisches Patriarchat! – ist für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.

Schön zu sehen, dass nicht-menschlichte Dinge und deren verletzte Gefühle wichtiger sind als wirklich belästigte, misshandelte, vergewaltigte, getötete Menschen beiderlei Geschlechts.

Veröffentlicht unter Kurz und knapp | 1 Kommentar

Princess of Power

Auch wenn ich ursprünglich etwas skeptisch der ganzen Streaming-Geschichte gegenüber eingestellt war und zu Beginn kein Glück bei Primeflix fand – nachzulesen hier – hat sich das mittlerweile ja zum Guten geänder, weshalb mein Serienkonsum 2017 deutlich höher war als in den Jahren zuvor. Zumindest, wenn man sich auf Serien mit echten Darstellern bezieht und nicht nur auf Anime und Trickserien.

 

Genau um letztere geht es aber diesmal. Denn beim Stöbern im Netz habe ich erfahren, dass für dieses Jahr wohl eine Netflix-Neuauflage von She-Ra geplant sein soll! 😯

She-Ra war, zusammen mit ihrem Bruder He-Man und Bravestarr ein Teil der Filmation-Serien, die die 80er geprägt haben. Amerikanische Trickserien, in denen die Moral nicht zu kurz kam und am Folgenende noch mal die Ereignisse reflektiert wurden, und die durch Setting und Charaktere einen deutlichen Kontrast bot zu anderen Serien der Zeit. Oder wo sonst gibt es ein Pferd mit ner gigantischen Wumme, einen Kampftiger oder Skeletor und Hordak, zwei großartige Bösewichter?

 

Filmation ist übrigens auch für die Ghostbuster verantwortlich. Jene Ghostbuster, in denen der Gorialla Tracy auftaucht, und die mit Prime Evil einen ziemlich gruseligen Gegenspieler haben.

 

Und jetzt bin ich ganz aus dem Häuschen und kann es kaum noch erwarten. Denn sofern sie sich auf einem Niveau bewegt mit etwa der Voltron-Neuauflage, dann steht zumindest mir ein tolles Jahr bevor. 😀

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Schweigen

Warum erfährt man von solchen Verbrechen nicht in der Tagesschau, warum gibt es keinen Brennpunkt, warum gibt es keine Demos?

Warum gibt es einen Aufschrei, wenn ein drittklassiger älterer Politiker einen dummen Spruch ablässt, aber nur lautstarkes Schweigen, wenn es im Tagesrhythmus zu sexuellen Übergriffen durch selbsterklärte Flüchtlinge, bereichernde Migranten und geschenkte Menschen kommt?

Ja, auch Deutsche sind zu solchen Gräueln fähig.

Nur sieht die Reaktion auf deren Verbrechen gänzlich anders aus.

Wieso sonst berichtet Zeit online einmal mehr nur mit einer DPA-Meldung, die man dann auch noch suchen muss? Während der Spiegel online lieber ganz schweigt.

 

Ganz ehrlich? Mich überrascht das Verhalten ganz vieler FeministInnen in solchen Fällen. Betretenes Schweigen oder lautstarke Demos gegen Rechts wie nach Köln 2015 sind die einzige Reaktion darauf? Nein, nach solchen Schlagzeilen habe ich eher Lust, der nächsten Trulla, die mir mit Gleichberechtigung und Sexismus kommt, eine zu scheuern.

Was ich nicht tun werde. Obwohl ich als weißer, heterosexueller Mann der Feind bin – anders als der nicht-weiße, heterosexuelle Mann aus bestimmten Kulturkreisen, der per se der beste Freund ist.

 

Schlüssig? Nein. Aber ich bin es nur noch leid.

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Viel Erfolg!

Natürlich Durchhaltevermögen und ein dickes Fell! Das und mehr wünsche ich all den Referendaren, die seit heute an den Seminaren schwitzen und pauken, und demnächst den Schülern – und Eltern, manchmal auch den „Kollegen“ – ausgesetzt sein werden.

 

Danke dafür, dass ihr diese Arbeit machen wollt! Und dafür, dass ihr euch nicht von den Rahmenbedingungen abschrecken lasst, so unappetitlich sie auch sein mögen!

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Rückblickende Rückblicke

Wenn ich mich momentan so umschaue, dann finden sich auf gefühlt allen Blogs Rückblicke auf das jüngst vergangene Jahr. Eigentlich bin ich ja der Meister darin, vergangene Dinge Revue passieren zu lassen und sie von mindestens zehn verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und genauestens zu analysieren, warum ich was falsch gemacht habe und mir deshalb Vorwürfe zu machen. Bei seriösen – harhar – Dingen fehlt mir dafür aber irgendwie das Händchen.

Ok, ja, das liegt auch daran, dass ich nicht soo viel schaue und es noch sehr viel weniger dokumentiere.

Andererseits habe ich (noch) die Zeit, um etwas zu schreiben, und der Blog hier fühlt sich gerade wieder so leer an, dass ein neuer Beitrag nicht schaden kann. Und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich meine Eindrücke von – und noch sehr viel mehr, meine Verschlimmbesserungsvorschläge für – Star Wars 8 veröffentlichen mag, oder mir die Ideen nicht viel lieber für meine noch zu schreibenden und bisher hypothetisch gebliebenen Bücher aufheben soll.

Wie dem auch sei, hier nun mein bescheidener Rückblick auf das Jahr 2017.

 

Kinofilme

1. Wonder Woman

Mein absoluter Lieblingsfilm des Jahres! Ich saß während des Filmes die meiste Zeit mit verträumtem Blick da und wusste nicht, worüber ich mich mehr freuen sollte: Wonder Woman, oder endlich mal ein halbwegs vernünftiges Drehbuch für einen Superheldenfilm? Gut, der Endboss war zwar etwas vorhersehbar und der Kampf verfiel zum Teil in altbekannte Muster, aber der Rest des Filmes gefiel mir so gut, dass ich das problemlos verkraften kann. Und ich bin noch immer hin und weg von Gal Gadot. Einfach nur bezaubernd, und ich hoffe, dass sie auch in Zukunft gute Wonder-Woman-Filme bekommt, denn die Rolle passt ihr auf den Leib.

 

2. Star Wars – Die letzten Jedi

Ein durchaus unterhaltsamer Film mit einigen sehr stark hervortretenden Schwächen und zumindest in meinen Augen sehr viel vergeudetem Potential. Da wäre so viel mehr gegangen, und oft fragte ich mich, ob niemand das Skript mal gegengelesen hat, um sowas durchgehen zu lassen. Dann gab es wiederum andere Szenen und Handlungsstränge, die ich ganz famos fand – Luke, Luke, Luke! Und Kylo * Rey gefiel mir auch außerordentlich, auch wenn ich das anders aufgelöst hätte. *hust*

Etwas bedauerlich fand ich den Umgang mit Snoke. Da muss Disney liefern, denn man kann nicht in einem bestehenden Franchise einen derart übermächtigen Gegner aufbauen, ohne mehr über seine Geschichte zu erzählen.

 

3. Zootopia

Gut, den hab ich nicht im Kino gesehen, aber wozu hat man Netflix? Ich fand ihn gut gelungen und wurde bestens unterhalten. Auch wenn ich es mittlerweile bedenklich finde, in welchem Ausmaße mich Trickfilmhäsinnen ansprechen. War es damals Lola Bunny zu Zeiten von Space Jam *hust* muss ich mir nach Judy Hopps wohl ernsthaft Sorgen machen, ob ich nicht doch Richtung Furry abdrifte. Was das Großstadtleben so aus einem macht, nicht wahr? *schwitz*

Wie dem auch sei und ganz schnuckelige Häsinnen mal beiseite, die Dynmik Fuchs-Hase gefiel mir, die Faultierwitze waren ganz wie Faultiere auch etwas arg lahm, und auch wenn der Bösewicht frühzeitig zu erraten war, war die Handlung fesselnd und bot die ein oder andere unerwartete Wendung. Ich finds sehenswert!

 

4. The King’s Speech

Ja, da bin ich vermutlich wieder zig Jahre zu spät, was? Aber als der neulich so gegen Mitternacht im Öffentlichen lief, blieb ich dran. Was soll ich sagen? Ein großartiger Film! Gäbe es nicht Wonder Gal, wäre das mein Film des Jahres. Sieben Jahre zu spät. 😀

Großartige Leistung von Colin Firth, der so langsam seinen Platz in meiner sehr kleinen Liste an Lieblingsschauspielern sichert. Normalerweise hab ichs ja nicht so mit Royals und Gedöns, aber das war wirklich Unterhaltung vom Feinsten.

Und ich hätte nie erwartet, dass mir die Leistung von Helena Bonham-Carter jemals gefallen könnte! Normalerweise ist sie mir in ihren Rollen zu durchgedreht, zu gekünstelt, aber hier fand ich sie erstaunlich gut.

 

5. Moana/Vaiana

Da ich in erst 2017 gesehen hatte, zählt der auch noch! 😀

Einer meiner Allzeit-Lieblingsfilme. Herrlich, welche Bilder da zu sehen waren, herrlich, dass es eine „Prinzessin“ ohne Prinzen gibt, herrlich, welchen Soundtrack der Film hatte. Absolut sehenswerter Film, der auch noch in Jahren zu den besten Disney-Filmen zählen wird. ❤

 

Serien

1. Blindspot – Staffel 1

Eine im Grunde interessante Prämisse, die an einer grauenhaften Umsetzung scheitert. Mehr als die erste Staffel habe ich mir nicht angesehen, aber das hat mir gereicht, um mich regelmäßig zu ärgern. Dilettantisch agierende FBI-Agenten, die sich an der Grenze zu purer Dummheit und Unfähigkeit bewegen, jedwede Regeln missachten, wenn es um den Umgang mit Verdächtigen, aber auch Gesetzen geht, und eine angedeutete Schnitzeljagd, die zwar für eine „größere“ Rahmenhandlung etwas zurücktritt, aber letztere kann die Versprechungen in meinen Augen nicht erfüllen. Sehr bedauerlich.

 

2. Grimm – Staffeln 1 bis Mitte 3

Eine recht unspektakuläre Idee – schließlich haben Buffy und Angel bereits vorgemacht, wie das erfolgreich geht – mit dem Twist, dass es Märchenfiguren und keine Vampire, Dämonen und sonstige Untote sind, die die Gegend unsicher machen. Da die Vorbilder funktionieren, konnte man ja mal einen Blick riskieren, und tatsächlich, der Anfang bot eine gute Mischung aus Rätseln rund um Figuren, Motive und Fraktionen, ein wenig seichten Horror und Märchen of the Week. Besonders witzig sind natürlich die deutschen Namen, etwas schmerzhaft die Versuche, Französisch zu sprechen. Und auch wenn mir einige Charaktere ans Herz wuchsen – Rosalee, Monroe und Renard zum Bleistift – verliert sich vieles im Sande. Nach etwa 2,5 Staffeln bin ich mir sehr unsicher, ob ich noch weiterschauen mag, da mir einfach das besondere Etwas fehlt, das etwa eine Buffy oder ein Vampir mit Seele bietet. Und auch die Dynamik zwischen den Figuren reicht nicht an B&A heran.

 

3. Quantico – Staffel 1

Was soll ich sagen? Die ersten paar Folgen fand ich großartig! Spannend, mit viel Raum für Spekulationen und Vermutunden und Verdächtigungen. Die weiteren wurden dann etwas gewohnter in ihrer Handhabe der Intrige, was nicht schlecht ist. Solide Handwerkskunst reicht ja auch mal aus, wenn die Idee passt. Und in meinen Augen bot Quantico eine sehr gute Idee, nicht zuletzt durch den Ansatz, beide Erzählstränge – Vergangenheit und Gegenwart – mehr oder weniger parallel laufen zu lassen. Das Ende ließ dann etwas nach, und ich bin mir unschlüssig, was ich vom Finale der ersten Staffel halten soll. Mal sehen, wann Staffel 2 im Stream zu sehen sein wird.

 

4. Blacklist – Staffel 1

Damals, als sie im TV lief, habe ich schon eine handvoll Folgen gesehen und weiß, dass ich den Anfang gut fand, dann aber den Eindruck bekam, es drifte z usehr in Case of the Week ab. Momentan bin ich nicht sehr viel weiter als eben diese handvoll von Staffel 1, aber es passt soweit. Red gefällt mir außerordentlich, während Lizzi nicht immer gut zu ertragen ist. Aber vielleicht werde ich auch nur älter? Da will ich auf jeden Fall noch das Ende von Staffel 1 sehen, vielleicht auch mehr.

 

5. House of Cards – Staffel 4

Hier hänge ich noch am Anfang von Staffel 4 fest. Unabhängig von dem,w as sich um Kevin Spacey abgespielt hat, finde ich die Serie gut. Sehr gut sogar, vielleicht etwas zu gut, wenn es darum geht, die widerwärtigen Abartigkeiten so mancher Politiker darzustellen. Und zugleich wurde so manches davon von der Realität eingeholt, manchmal auch überholt. Weshalb ich auch nicht sehr viel davon im vergangenen Jahr gesehen habe, zwischen den Abgründen, in die Frank und seine Frau bereitwillig blicken und springen, und der politischen Realität in der ersten Jahreshälfte konnte ich nicht mehr verkraften. Ist aber auf jeden Fall weiterhin aktuell, und ich bin gespannt, was noch kommt. Nur eben in kleinen Dosen…

 

6. Buffy und Angel -Staffeln 1-4 bzw. 1

Beide haben mir einen sehr angenehmen Start ins Jahr verschafft. Ich fand und finde beide großartig! Aber irgendwie fehlte dann doch die Zeit, gegen Jahresmitte weiterzuschauen, und so habe ich Buffy zu Beginn von Staffel 5 und Angel zu Beginn von Staffel 2 pausiert. Ich hoffe, dass ich demnächst wieder dazu kommen werde, denn die beiden waren definitiv mein Serienhighlicht des Jahres, sofern man von „echten“ Darstellern ausgeht.

 

7. Trollhunters – Staffel 1 bis Mitte 2

Eine Netflix-Serie von Guillermo del Toro über einen Jungen, der als erster Mensch überhaupt zum Trollhunter wird und sich dem bösen Bular und seinem noch böseren Vater Gunmar entgegenstellen muss, um zu verhindern, dass ersterer zweiteren aus den Darklands befreit. Eine sehr gelungene Mischung aus Witz und Abenteuer sowie einer Prise High School – wieso hab ich beim Schreiben ständig den Eindruck, alles orientiere sich dieses Jahr an Buffy? ^^‘ – und sympathischen Charakteren. Staffel 2 ist gerade voll in Gange und ich bin gespannt, was noch kommen wird, und traurig, dass sie kürzer als Staffel 1 ist. Tragisch auch, dass Anton Yelchin, der Sprecher der Hauptfigur Jim, so früh verstorben ist.

 

8. Voltron – Staffel 1

Ah, Voltron. Extrakekse für die, die das damals in den 90ern auf RTL2 geschaut haben, als RTL2 noch keine Anstallt für öffentliche Verblödung war! Auf Netflix läuft nun das Reboot bereits in vierter Staffel. Was soll ich sagen? Nach Staffel 1 bin ich begeistert, sehr sehenswert für alle Freunde von Anime und Trickserien. Gut durchdachte Figuren, eine Handlung, die Sinn ergibt und sich als roter Faden durch alle bisherigen Folgen zieht, großartige Arbeit der amerikanischen Sprecher (Besonders Kimberly Brooks als Alura gefällt mir sehr, aber der Cast ist wirklich sehr gut dabei!) und natürlich Weltraumschlachten, riesige Löwenroboter, die sich zu einem noch größeren Roboter (= Voltron) kombinieren. Was will das Nerdherz mehr? 😀

 

9. Person of Interest – Staffel 5

Eine meiner Lieblingsserien, und das will was heißen, denn ich bin ja nicht der übermäßige Serienschauer, sofern echte Menschen zu sehen sind (wobei sich das ja gerade ändert). Intelligent, hochaktuell, gut durchdacht, und dann noch Charaktere, die einen fesseln und mitziehen? Das alles findet man hier. Die fünfte Staffel ist leider etwas kürzer geworden, und das merkt man hier und da durchaus, denn manche Handlungsstränge werden arg knapp behandelt. Es ist aber immer sehr gut zu erkennen, wohin die Reise der Figuren gehen soll und was die Autoren sich für sie überlegt haben. Und die fünfte Staffel geizt nicht mit Emotionen und Tiefschlägen. Das Finale wirkt heute noch nach, obwohl es schon Monate her ist, dass ich es gesehen habe. Ein großartiger, wenn auch etwas zu kurzer Abschluss einer großartigen Serie, die sich mit einem Big Bang verabschiedet, anstatt langsam in der Bedeutunglosigkeit zu versinken.

 

10. Sherlock – Staffel 4

Da verlinke ich einfach mal schamlos: Klick.

 

 

Alt- und Neuzugänge

Viel zu viele Serien kamen dieses Jahr in den heimischen DVD-Schrank. Oder besser ins Regal, denn der Schrank ist noch nicht mal ausgesucht, in dem sie in ein paar Jahren dann verstaut werden. Ein großer Nachteil, wenn man international kauft, denn die teils unverschämten Preisunterschiede reizen durchaus dazu, Serien zu kauen, auch wenn man – also ich – erst in einigen Wochen, Monaten oder Jahren Zeit dafür haben wird.

Auf Halde liegen momentan Veronica Mars, The Leftovers 1+2, das gesamte Battlestar-Reboot, Dollhouse 1+2, Homeland *würgcarriewürg* 1-3, Orphan Black 1+2, Heroes 1-5, The Wire 1-5, Die Legende von Korra 2-4, Ergo Proxy, Odysseus 31, Sans Famille, Lady Oscar, Guardian of the Spirit (den hab ich aber bereits auf SuperRTL gesehen! 😛 ), Vision of Escaflowne und Sherlock Holmes (der Anime mit anthropomorphisierten Tieren aus den 80ern. Wenn da auch noch ne Häsin auftaucht, muss ich wohl zum Psycho-Doc…).

Seit Weihnachten befindet sich auch das heilige Triptychon aus He-Man, She-ra und Bravestarr ❤ in meinem Besitz, und sobald sie ankommen, die drei Staffeln von Batman – The animated Series.

Puh, wann soll man das alles anschauen, was? *schwitz*

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Auf ein letztes…

Mal für 2017!

Gut, ich kann nicht garantieren, dass ich die nächsten neun Tage die Klappe halten werde, denn jetzt, wo ich endlich Urlaub habe – URLAUB!!!! :mrgreen: – besteht die durchaus realistische Gefahr, dass ich wieder mehr Zeit und Muse habe, etwas zu bloggen.

Aber für den Fall der Fälle wünsche ich allen Lesern und Nichtlesern ein frohes Weihnachtsfest im Rahmen eurer Familie und Lieben! Genießt die Feiertage und nutzt jede Sekunde mit denen, die euch am Herzen liegen.

Und vielleicht, auch wenn es manchmal schwer fällt, einen Gedanken daran, dass es uns insgesamt doch ziemlich gut geht, und dass es viele gibt, die es deutlich schlechter und schwerer im Leben haben.

 

Und natürlich auch einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018 – schlimm, ich denke gerade an die guten alten Zeiten 1985 1955 2015 ähm 1992 zurück…  – mit viel von allem: Gesundheit, Erfolg, Glück, Liebe.

🙂

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Primeflix – Ein Fazit

Ich habe ja vor einiger Zeit beide großen Streaminganbieter in mein Medienrepertoire aufgenommen. Ein wenig widerwillig, denn ich bin nach wie vor eher für physische Inhalte, sprich, Bücher, DVDs, CDs, die ich anfassen und auch in zehn Jahren noch benutzen kann. Oder in fünfzig, wenn es um Bücher geht, bei digitalen Medien ist das ja alles ein wenig unsicherer, von wegen Haltbarkeit und so.

Auf der anderen Seite haben naürlich Streamingangebote einen sehr hohen Grad an Komfort, den sie bieten. Einfach anwerfen, etwas auswählen und anschauen, pausieren, irgendwann weiterschauen. Kein lästiges Suchen nach der letzten DVD, kein Überlegen, bei welcher Folge man vor zig Wochen unterbrochen hatte, weil irgendetwas, meist einfach nur das Leben selbst, dazwischen kam und einen hinderte, weiterzusehen, wie Buffy die Welt rettet. Nota bene, singende Lehrerin, ich habe nicht aufgegeben. 😉

Und ja, es ist auch reizvoll, vergleichsweise aktuelle Serien zu verfolgen. Wobei ich ja dennoch hinterher hinke, aber das tut nichts zur Sache, schließlich geht es ja um das audiovisuelle Erlebnis, und nicht darum, als erster die letzte Folge einer Serie zu deflorieren.

Und ja, es finden sich dann doch ein paar Serien mehr, als ich ursprünglich dachte. Wobei ich Grimm so herlich anspruchslos und seicht finde, dass das wunderbar dazu dient, um mal ne dreiviertel Stunde abzuschalten. Quantico wiederum ist spannend und undurchsichtig und wirft alle meine Spekulationen in jeder Folge aufs Neue über den Haufen. Blindspot hingegen ist durchschnittlich, präsentiert für meinen Geschmack zu viele logische Brüche und Fehler sowie unterdurchschnittlich intelligente Figuren, dass ich nach Staffel eins vorerst abgebrochen habe. Dafür reizt mich Blacklist nach der ersten Folge wieder so wie damals zur FreeTV-Ausstrahlung. House of Cards ist mir angesichts aktueller politischer Entwicklungen einfach zu deprimierend (Der Übergriff, den Spacey begangen hat oder auch nicht, tut für mich der Qualität der Serie an sich keinen Abbruch). Trollhunters war witzig und sehr kurweilig.

Für Unterhaltung ist also mittelfristig erst einmal gesorgt.

 

 

Die Kehrseite der Medaille ist, dass ich vom Versandhändler mittlerweile dermaßen viel Werbung bekomme, die sich auf die Serien bezieht, die ich schaue, oder auf ähnliches, dass ich angesichts der Daten, die aufgrund meines Serien- bzw. Konsumverhaltens gesammelt und ja offensichtlich ausgewertet werden, ein wenig Bauchschmerzen bekomme. Ja, das ist ein Teil des Preises, den es zu zahlen gibt, gar keine Frage. Und ich kann jederzeit damit aufhören.

Wirklich?

Machen wir uns nichts vor: Das ist mittlerweilse schwer geworden. Bücher bestellen klappt natürlich auch in einer der Buchhandlungen vor Ort, ja. Die Wartezeit ist ungleich höher als bei Amazon, wenn man wie ich sehr viel englischsprachige Literatur liest. Die Preise zum Teil auch. Dito bei Videospielen oder Serien, die man nur manchmal im Laden ebenso günstig bekommt. Soundtracks, die man im Original haben möchte, muss man sowieso bestellen lassen, da nicht vorrätig.

 

Und jetzt wandere ich zurück zu Oathbringer, dem aktuellen Sanderson-Roman. 🙂

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